Bukovany – Aussicht, Kultur und Weintraditionen
Bukovany verbindet eine markante Aussicht mit den Kultur- und Geschmackstraditionen von Slovácko. Im Mittelpunkt steht der Bukovanský mlýn, ein 2004 errichteter und eröffneter Aussichtsturm in Form einer Windmühle oberhalb von Bukovany. Von hier aus lässt sich ein Aufenthalt ganz unterschiedlich gestalten: mit regionaler Geschichte, Ausblicken über die Landschaft, Weinbau und einer Fahrradtour durch die Umgebung.
Die Windmühle als Aussichtspunkt und Kulturort
Die Aussichtsterrasse des Bukovanský mlýn öffnet den Blick über das Kyjovské Dolňácko mit seinen Feldern, Obstgärten und Weinbergen. Außerdem sind die Kämme der Weißen Karpaten und der Chřiby zu sehen. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zum bis zu 110 km entfernten Hügel Kobyla bei Bratislava. Der Turm ist damit nicht nur ein einzelner Aussichtspunkt, sondern verbindet mehrere Landschaftsräume in einem Blickfeld.
Auch im Inneren des Bukovanský mlýn gibt es unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch. Ganzjährig befindet sich dort eine Verkaufsgalerie mit traditionellen Erzeugnissen aus Slovácko. Dazu gehören traditionelle Gebrauchskeramik, Tupeská-Keramik, Produkte aus Stroh und Maisstroh sowie Holzprodukte. Im zweiten Stock zeigt eine Dauerausstellung die Küche von Slovácko mit Bezug zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Spuren von Glauben, Geschichte und Volkskultur
Rund um Bukovany liegen mehrere Motive, die sich zu einem kulturell geprägten Ausflug verbinden lassen. Die Kaplička sv. Anny steht oberhalb von Bukovany am Wald an einem früheren Haltepunkt für Pilger auf dem Weg nach Krtin; sie wurde 1995 errichtet. Von der Kaplička U svaté Anny führt entlang des Waldes ein moderner Kreuzweg mit 14 ungewöhnlichen Artefakten. Die Werke wurden zwischen 1999 und 2009 errichtet und aus einfachen Formen aus Beton, Holz, Eisen oder Glas geschaffen.
In Bukovany erinnert außerdem die Alej vzpomínek als Skulpturenallee mit überlebensgroßen Darstellungen von 79 tschechischen Herrschern an Geschichte. Die Kapelle Johannes Paul II. wurde am 20. Oktober 2013 geweiht. In Dědina ist die Statue des heiligen Johannes Nepomuk im zentralen Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik eingetragen. Ergänzt wird dieses kulturelle Bild durch erhaltene ursprüngliche Volksbräuche, darunter Trachtenumzüge und die traditionellen „Martinské hody s věncem a káčerem“.
Weinbau und regionale Küche
Das Otevřené sklepení umfasst eine Ausstellung zum Weinbau mit Einblicken in die Weinherstellung und die Geschichte des Weinbaus. Es ist täglich von 11:00 bis 20:00 Uhr kostenlos für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Vinotéka Rotunda bietet Verkostungen von abgefülltem Wein aus örtlichen Weingütern an.
In der Mlynářská restaurace können Sie regionale Spezialitäten nach traditionellen Rezepten probieren. Den Schwerpunkt des gastronomischen Angebots bilden die traditionelle Küche von Slovácko und die altböhmische Küche. So lässt sich der Aufenthalt in Bukovany nicht nur über Sehenswürdigkeiten, sondern auch über regionale Geschmäcker und überlieferte Küchentraditionen erschließen.
Mit dem Fahrrad durch die Landschaft
Für eine aktivere Tagesgestaltung bietet sich die Kyjovská vinařská stezka an. Das grün markierte Netz von Fahrradrouten startet in Vlkoš und ist fast 56 Kilometer lang. Die Strecke führt durch Wälder, Obstgärten, Weinberge, Felder und Wiesen. Damit steht neben den kulturhistorischen Zielen eine deutlich landschaftlich geprägte Möglichkeit zur Erkundung der Region zur Verfügung. Je nach Schwerpunkt können Sie Bukovany daher mit Aussicht, Geschichte, Weinbau, Küche oder Radfahren verbinden.
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