Blučina – Naturpark Výhon, Kultur und Radwege

Blučina eröffnet verschiedene Seiten des Jihomoravský krajs: Natur am Výhon, kulturhistorische Details im Ort, Wasser am Teich Blučiňák und einen weitreichenden Radweg-Kontext. Wer für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen recherchiert, findet hier sowohl ruhige Landschaftsbilder als auch konkrete Ziele für Kultur- und Aktivtage.

Landschaft am Výhon

Der Naturpark Výhon umfasst etwa 1.700 Hektar des gesamten Výhon-Massivs im Jihomoravský kraj. Er liegt in den Katastralgebieten von Blučina, Židlochovice und Nosislav. Die steilen Hänge des Výhon sind von einer mosaikartigen Landschaft geprägt: Weinberge wechseln mit intensiv und extensiv bewirtschafteten Obstgärten, Feldern und Gärten. Dazu kommen grasbewachsene Raine entlang der Wege und Steppenrasen. Diese Mischung macht den Landschaftscharakter abwechslungsreich, ohne dass die einzelnen Elemente zu einer einheitlichen Fläche verschmelzen.

Ein besonders geschützter Naturbereich ist das Naturdenkmal Nové hory bei Blučina. Dort werden Reste breitblättriger Trockenrasen bewahrt. Stellenweise kommen Orchideen vor; außerdem gibt es zahlreiche weitere besonders geschützte und seltene Pflanzen- und Tierarten. Für Naturinteressierte ist damit ein konkreter Unterschied zwischen der großflächigen Landschaft des Výhon-Massivs und einem speziell geschützten Lebensraum erkennbar.

Kulturdenkmale und örtliche Traditionen

Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Der dreischiffige Bau besitzt einen fünfseitigen Chorschluss und bietet damit auch architektonisch ein klares Detail für einen Kulturspaziergang. Im Barockstil errichtet wurde die Mariensäule, die Statuen der heiligen Barbara, des heiligen Florian und des heiligen Johannes von Nepomuk trägt. Sie wurde etwa um 1720 errichtet.

Ein weiteres barockes Zeugnis ist Boží muka, ein dreiseitiger Bildstock aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Begriff bezeichnet ein kleines religiöses Denkmal; hier ist besonders die dreiseitige Form überliefert. Zur lokalen Kulturgeschichte gehört außerdem die Blaskapelle BLUČIŇÁCI. Sie wurde 1920 von den Brüdern Rudolf und František Kratochvíl gegründet. Die Blučinské hody werden in der Gemeinde weiterhin in ihrer ursprünglichen Form gefeiert. Damit stehen neben den steinernen Denkmalen auch Musik und Festtradition für die Ortsgeschichte.

Aussicht, Wasser und Radfahren

Auf dem Gipfel des Výhon steht seit 2009 der knapp 18 Meter hohe hölzerne Aussichtsturm Akátová věž. Der Turm setzt einen deutlichen Orientierungspunkt im Landschaftsbild und ergänzt die Naturbeobachtung am Výhon um ein gebautes Ziel. Einen anderen Akzent bietet der Teich Blučiňák: Er umfasst ein Naturbad sowie Feuchtgebiets- und Litoralzonen. Litoralzonen sind ufernahe Bereiche, die sich von den offenen Wasserflächen unterscheiden. Der Teich Blučiňák ist am besten über den Radweg vom Hallenbad in Blučina aus erreichbar.

Für längere Radrecherchen ist außerdem der Radweg Brno–Vídeň relevant; er ist mehr als 130 Kilometer lang. So lassen sich bei der Planung unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander betrachten: der geschützte Trockenrasen bei Nové hory, der Aussichtsturm auf dem Výhon, der Wasserbereich am Blučiňák und eine mehr als 130 Kilometer lange Radroute. Kulturinteressierte können diese Naturthemen mit Kirche, Mariensäule, Boží muka sowie den überlieferten Fest- und Musiktraditionen verbinden.

Weitere Orte für Ihre Suche

Wenn Sie neben Blučina weitere Ziele vergleichen möchten, finden Sie hier auch Přibice, Sokolnice, Sobotovice, Ketkovice, Pravlov, Vohančice, Osiky und Kratochvilka.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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