Babice nad Svitavou

Babice nad Svitavou ist ein Ziel für Reisende, die historische Spuren mit einer eindrucksvollen Karstlandschaft verbinden möchten. Die Gemeinde wurde erstmals 1365 schriftlich erwähnt. Heute führen Wege zu Aussichtspunkten, geologischen Besonderheiten und geschützten Waldlandschaften; zugleich erzählt die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer von einer langen Ortsgeschichte. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist daher entscheidend, ob Sie Kultur, markierte Wanderwege oder die Landschaft des Mährischen Karsts in den Mittelpunkt stellen möchten.

Kirche und Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer stammt aus dem Jahr 1448. Ihr Kern ist gotisch, bevor sie 1765 barock umgebaut wurde. Seit 1996 ist sie im Bezirk Brno-venkov als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen; die Registriernummer lautet 0643. Damit bietet die Kirche einen klaren kulturhistorischen Bezugspunkt für den Aufenthalt in Babice nad Svitavou. Auch der kommunale Wandertipp durch die Umgebung beginnt an diesem Bauwerk und folgt der grün markierten Route in Richtung des Naturschutzgebiets Čihadlo.

Karstlandschaft zwischen Čihadlo und Malá Macocha

Die natürliche Besonderheit des Ortes liegt in der Babická plošina. Sie befindet sich im mittleren Teil des Mährischen Karsts, umfasst etwa 9 Quadratkilometer und liegt durchschnittlich etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Auf der Hochfläche sind etwa 20 Höhlen bekannt. Der Eingang der Babická jeskyně liegt oberhalb der Straße Babice–Kanice und nur wenige Meter unterhalb der Oberfläche der Babická plošina. Diese genaue Lage macht sichtbar, wie eng die unterirdischen und oberirdischen Formen des Karsts miteinander verbunden sind, ohne dass daraus eine Aussage über die Zugänglichkeit der Höhle folgt.

Am nordwestlichen Rand von Babice nad Svitavou liegt Malá Macocha, eine bedeutende paläokarstliche Lokalität. Sie besteht heute aus drei miteinander verbundenen, etwa 8 Meter tiefen Senken. Zugleich handelt es sich um ein aufgegebenes Eisenerzbergwerk: Mehrere relativ enge vertikale Schächte wurden bis in eine Tiefe von etwa 42 Metern ausgehoben. Malá Macocha verbindet somit eine geologische Besonderheit mit Spuren früherer Rohstoffgewinnung.

Das Naturschutzgebiet Čihadlo schützt natürliche Laubwälder auf devonischem Kalkstein und Lössdecken sowie oberirdische und unterirdische Karsterscheinungen. Ein blau markierter Wanderweg führt am Rand des Schutzgebiets zur Srnčí studánka. Die geologische Lokalität Čihadlo ist außerdem über einen Wanderweg von der Straße Kanice–Babice aus erreichbar; der Weg führt durch Kalkstein bis auf die Babická plošina. Von den höher gelegenen Felsen bietet sich ein Ausblick auf das Relief des Brünner Massivs und das Svitava-Tal.

Aussichtspunkte und markierte Wege

Die Alexandrova rozhledna ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Von Babice nad Svitavou führt ein grün markierter Schotterweg direkt zu ihr. Der steinerne Aussichtsturm ersetzte 1887 einen hölzernen Aussichtspavillon.

Weitere Orientierung geben die Aussichtsstelle Skalky und die Babická vyhlídka. Der Wandertipp Babické studánky führt an Skalky vorbei; von dort eröffnet sich der Blick auf Babice nad Svitavou. Die Babická vyhlídka erreichen Sie über den Waldweg, der den Bahnhaltepunkt Babice nad Svitavou mit der Gemeinde verbindet. So ergänzen mehrere unterschiedlich beschriebene Zugänge das Bild des Ortes, ohne dass eine einheitliche Route oder eine bestimmte Aufenthaltsdauer vorausgesetzt werden muss.

Wenn Sie neben Babice nad Svitavou weitere Orte im selben übergeordneten Umfeld erkunden möchten, finden Sie hier Ochoz U Tišnova, Střelice, Troubsko, Žďárec, Vlasatice, Hostěnice, Deblín und Kanice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Brno-Venkov.

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