Černá Hora – Geschichte, Kreuzweg und Brautradition

Černá Hora verbindet markante Sakralbauten, Schlossgeschichte, einen Kreuzweg am Hügel Paseka und eine urkundlich belegte Brautradition. Wer für den Aufenthalt nicht nur einen Ort zum Übernachten, sondern ein gut erzählbares Ausflugsziel in Mähren sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: historische Architektur, Wege durch eine parkartig gestaltete Umgebung, Besichtigungen und Verbindungen in umliegende Orte.

Kirchen und Kapellen am Hügel Paseka

Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Ortsgeschichte ist die Pfarrkirche „Kostel farní sv. Vavřince“. Sie wurde 1707–1710 an der Stelle einer gotischen Kapelle errichtet. Ihren Turm erhielt die Kirche erst 1840–1842. Diese beiden Bauphasen machen den Besuch auch für Familien interessant, die historische Gebäude nicht nur nach ihrem Alter, sondern nach ihrer Entwicklung betrachten möchten.

Auf dem Gipfel des Hügels Paseka steht die Kaple sv. Rodiny. Die Kapelle wurde 1726 auf Kosten des Geistlichen Augustin Kavánek aus Černá Hora erbaut und 1837 als Schlosskapelle restauriert. Architektonisch handelt es sich um einen Zentralbau: Eine achteckige Außenhülle umschließt ein ovales Inneres, das von einer Kuppel überwölbt wird. Dadurch unterscheidet sich die Kapelle deutlich von der Pfarrkirche und bietet einen eigenen kulturellen Höhepunkt innerhalb eines Spaziergangs.

Der Kreuzweg wurde 1864 am nordöstlichen Hang der Paseka errichtet. Heute verläuft er mit 14 Stationen am nordöstlichen Abhang des Hügels und führt hinauf zur Kaple sv. Rodiny auf dem Gipfel. Damit lässt sich ein historisches Bauwerk nicht losgelöst, sondern als Weg mit klarer Zielrichtung entdecken. Für die Tagesplanung ist das eine andere Erfahrung als ein kurzer Besuch in einer Kirche: Der Kreuzweg verbindet die einzelnen Stationen mit dem Aufstieg zur Kapelle.

Schlossgeschichte und parkartige Umgebung

Der Černohorský zámek ist erstmals 1279 als Burg urkundlich erwähnt. Später baute Hansen das Neue Schloss im pseudorenaissancistischen Stil um; bis 1862 war der Umbau außerhalb des Turms abgeschlossen. Das Schloss ist außerdem mit einem konkreten historischen Ereignis verbunden: Am 13. Juli 1866 fanden dort bedeutende Verhandlungen über die Bedingungen eines Waffenstillstands zwischen österreichischen Vertretern und der preußischen Seite statt. Zu den Teilnehmern gehörten König Wilhelm I., General Moltke und Kanzler Bismarck.

Im Zuge des Umbaus des Černohorský zámek wurden der Hügel Paseka und die Umgebung des Oborský rybník umfangreich parkartig gestaltet. Dazu gehörten neue Wege und Pfade, Baumreihen und Terrassen rund um das Schloss. Wer den Aufenthalt zwischen Kultur und Bewegung aufteilen möchte, kann deshalb Schlossgeschichte mit einer Erkundung dieser gestalteten Umgebung verbinden, ohne den Schwerpunkt ausschließlich auf Innenräume zu legen.

Brauereitradition und örtliche Entdeckungen

Auch die lokale Ess- und Trinkkultur gehört zur Geschichte von Černá Hora. Bier aus Černá Hora wurde bei einer am 16. Juli 1298 urkundlich belegten Templerzeremonie getrunken. Im Pivovar Černá Hora werden traditionelle Brauverfahren angewendet. Besichtigungen der Brauerei können mit einem Vorlauf von mindestens einer Woche gebucht werden. Wer diesen Teil des Ortes einplanen möchte, sollte den Besuch daher nicht erst spontan am selben Tag berücksichtigen.

Eine weitere Station ist das Muzeum pivovarnictví. Es befindet sich im Keller des Hotels Sladovna und ergänzt die Brauereibesichtigung um einen Ort, an dem die Geschichte des Brauwesens untergebracht ist. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Černá Hora können Sie somit zwischen einem Schwerpunkt auf Kirchen und Schloss, einem Spaziergang zur Kapelle oder einer Beschäftigung mit der Brautradition wählen, ohne die Themen des Ortes auf eine einzige Sehenswürdigkeit zu reduzieren.

Unterkünfte in Černá Hora vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Anreise und weitere Ziele

Černá Hora verfügt über Busverbindungen nach Královo Pole, Lomnice, Boskovice, Kunštát, Blansko und Moravská Třebová. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist diese Information besonders dann relevant, wenn Sie neben Černá Hora auch weitere Orte ohne ausschließliches Fahren mit dem Auto einbeziehen möchten. Die konkreten Ausflugsziele sollten Sie dabei passend zu Ihrer gewünschten Mischung aus Geschichte, Spaziergang, Brauerei und regionaler Erkundung auswählen.

Für die weitere Suche können Sie außerdem Jedovnice, Ráječko, Chrudichromy, Bukovinka, Kotvrdovice, Rozsíčka, Lhota U Lysic und Závist einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Blansko.