Strašice – Dorfkultur und Kolčava

Strašice zwischen Dorfplatz und Kolčava

Strašice verbindet dörfliche Kulturgeschichte mit markanten Bezügen zur Landschaft. Unterhalb von Strašice fließt der Novosedelský potok, der auch Kolčava heißt. Auf dem Dorfplatz steht die Kapelle Panny Marie Bolestné zwischen ausgewachsenen Linden; dort erinnert außerdem ein Denkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Einige Häuser in Strašice sind in ländlicher Volksarchitektur des 19. Jahrhunderts erhalten. So begegnen Ihnen auf engem Raum religiöse Zeugnisse, Erinnerungskultur und traditionelle Bauformen. Für einen Rundgang lassen sich diese Themen getrennt betrachten: Der Wasserlauf steht für den Landschaftsbezug, der Dorfplatz für religiöse Zeugnisse und Erinnerungskultur, die erhaltenen Häuser für ländliche Baugeschichte. So können Sie den Besuch nach dem eigenen Interesse an Natur, Ortsgeschichte oder Architektur ausrichten.

Kapellen, Mühlen und historische Spuren

Zur Kapelle Panny Marie Bolestné gehört ein wiederkehrendes akustisches Detail: Sie läutet mittags und abends. Auf der Brücke über die Kolčava wird eine Kapelle mit einer Statue des heiligen Johannes Nepomuk gepflegt. Entlang der Kolčava erinnern außerdem ehemalige Mühlen an eine frühere Nutzung des Flusses. Sie mahlen seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr und wurden zu Erholungsobjekten umgenutzt.

Auch die Boží muka in Strašice erzählen von Wandel und Bewahrung. Sie stammen aus dem Jahr 1676 und wurden 2024 anhand eines erhaltenen Bildes eines unbekannten Malers restauriert. Heute stehen die restaurierten Boží muka an einem etwas anderen Ort, weil das ursprüngliche Flurdenkmal in den 1950er-Jahren wegen der Verbreiterung einer Kreuzung endgültig abgerissen wurde.

In Škůdra stammt die Kapelle auf dem Dorfplatz aus dem Jahr 1831. Die Kapelle auf dem Hügel steht etwa 300 Meter nördlich des Dorfplatzes. Der Legende nach wurde die uralte Kapelle in Škůdra vermutlich zum Gedenken an schwedische Soldaten errichtet, die 1645 beim Einfall in die Prácheň-Region ums Leben kamen.

Radroute, Wald und Erlebnisse an der Kolčava

Durch Strašice verläuft eine touristische Radroute. Ein weiterer markanter Punkt ist die Strašická lípa, ein Gedenkbaum bei einem Forsthaus unterhalb des Waldes am Südhang des Berges Bloudím. In Strašice ist Pilzesammeln möglich. Bei Strašice entstand in einer schönen natürlichen Umgebung an der Kolčava ein Campingplatz mit Schwimmbad. Auf dem Gelände des Kolčava-Schwimmbads und -Campingplatzes findet jedes Jahr im Juli ein Motorradtreffen statt. Das Gasthaus Na Šumavě sorgt am Standort Kolčava für Erfrischungen.

Strašice als Aufenthaltsort wählen

Bei der Suche nach einer Unterkunft in Strašice können Sie überlegen, welcher Schwerpunkt zu Ihrem Aufenthalt passt: der Dorfplatz mit Kapelle und Denkmal, die kulturgeschichtlichen Spuren an der Kolčava, die touristische Radroute oder die Wald- und Landschaftsbezüge rund um den Berg Bloudím. Strašice wird regelmäßig mit dem Bus bedient.

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