Ražice – Natur, Eisenbahngeschichte und besondere Wege
Ražice verbindet Naturbeobachtung, Eisenbahngeschichte und vielseitige Wege, die direkt im Ort beginnen. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Landschaft miteinander verbinden möchten, können Sie hier zwischen einem Museumsbesuch, einer längeren Fahrrad- und Fußwanderroute sowie kürzeren Naturerlebnissen wählen.
Kultur und Eisenbahngeschichte in Ražice
Ein besonderer Termin war das Country- und Folkfestival Ražický pražec, das vom 15. bis 17. Mai 2026 zum 38. Mal im Naturamphitheater in Ražice stattfand. Auch die Eisenbahn gehört zur Geschichte des Ortes: Die Bahnstrecke Ražice–Tábor wurde von 1886 bis 1889 gebaut, der Betrieb begann am 1. Juni 1889.
Zu den örtlichen Bauzeugnissen zählt die Kapelle Mariä Himmelfahrt. Sie wurde 1822 im bäuerlichen Barockstil errichtet. Ihr ziegelgedecktes Satteldach wird von einem vierseitigen gemauerten Glockenturm über dem Giebel ergänzt. Die Kapelle des heiligen Florian entstand dagegen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an der Kreuzung der Straßen nach Lhota u Kestřan und Sudoměř am Teich Miska bei Ražice. Sie wurde am 20. September 1966 abgerissen; ihre heutige Gestalt ist deutlich verändert.
Museum Špejchar und regionale Themen
Das Museum Špejchar zeigt in einem rekonstruierten ehemaligen Getreidespeicher in Ražice eine Dauerausstellung. Ihr erster Teil behandelt das nahe gelegene Nationale Naturreservat Řežabinec und die Řežabinecké tůně. Der zweite Teil widmet sich der Eisenbahn, insbesondere der Lage von Ražice an der Kreuzung der bedeutenden Regionalstrecken České Budějovice–Plzeň und Ražice–Tábor.
Zur Ausstellung gehört außerdem eine Modelleisenbahnanlage, auf der in regelmäßigen Abständen ein kleiner Zug fährt. Für die Orientierung vor Ort liegt das Museum in der Nähe des Bahnhofs und einer Bushaltestelle; direkt am Museumsgebäude besteht eine Parkmöglichkeit.
Routen für Fahrrad und Fußwanderungen
Der Rundweg „Přes Putim k Žižkově mohyle“ ist 22 Kilometer lang und für Fahrräder sowie Fußgänger angelegt. Er beginnt in Ražice und führt über Putim, den Teich Řežabinec, Kestřany, die Žižkova mohyla, Mladějovice, Štětice und Humňany zurück nach Ražice. Die unterschiedlichen Streckenlängen helfen Ihnen, Ihre Planung an den gewünschten Schwerpunkt anzupassen, ohne die Route mit einer reinen Ortsbesichtigung zu vermischen.
Der Lehrpfad Permonická stezka beginnt am Bahnhof von Ražice und führt zu einem Naturamphitheater, das an der Stelle eines ehemaligen Goldbergwerks errichtet wurde. In der näheren Umgebung von Ražice führt außerdem ein 3 Kilometer langer Lehrpfad rund um das Řežabinec-Reservat.
Wasserlandschaft und Vogelwelt
Das Řežabinec-Reservat schützt aquatische Pflanzengesellschaften und Wasservögel. In der näheren Umgebung von Ražice ist das mittlere Stockwerk des Aussichtsturms Řežabinec für die Öffentlichkeit vorgesehen und ermöglicht den Blick in die Ufer-Schilfbestände sowie über die Wasserfläche des Teichs. Der nächstgelegene Bahnhof zum Aussichtsturm liegt direkt in Ražice.
Zum Naturdenkmal Ražický gehören ein Teich mit ausgedehnten Ufervegetationsbeständen, ein alter Eichen-Damm und angrenzende vernässte Flächen. Das Gebiet ist als Brutplatz und Rastgebiet für eine artenreiche Vogelwelt bedeutsam, darunter mehrere Watvogelarten. So ergänzen stille Naturbeobachtungen die historischen und technischen Themen des Ortes.
Ražice als Ausgangspunkt für Ihre Suche
Wenn Sie ein Hotel in Ražice suchen, können Sie die Lage des Angebots mit Ihren geplanten Schwerpunkten abgleichen. Bahnhof und Bushaltestelle dienen als Orientierung für das Museum, während der Rundweg in Ražice beginnt und der nächstgelegene Bahnhof zum Aussichtsturm ebenfalls direkt im Ort liegt.
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