Mirotice – Kulturgeschichte und Alšova stezka entdecken

Mirotice zeigt seinen Charakter besonders in der Verbindung von Kunst, Erinnerung und historischen Bauwerken. Rund um den Platz und am nördlichen Rand des Ortes entdecken Sie Zeugnisse verschiedener Epochen. Dazu kommt die Alšova stezka, deren Stationen historische, natürliche und archäologische Besonderheiten der Region vermitteln. So lässt sich der Aufenthalt kulturell und aktiv gestalten, ohne dass die einzelnen Erlebnisse dasselbe Thema wiederholen.

Kunst und Erinnerung im Památník

Das Památník Mikoláše Alše a Matěje Kopeckého befindet sich im Geburtshaus von Mikoláš Aleš nahe dem Platz in Mirotice. Besucher können sich dort mit dem Leben und Werk des Malers Mikoláš Aleš und des Puppenspielers Matěj Kopecký vertraut machen. Der Ort verbindet damit zwei unterschiedliche künstlerische Perspektiven in einem historischen Gebäude.

Für eine Besichtigung ist eine vorherige telefonische Vereinbarung unter 382 229 101 erforderlich. An Wochenenden und Feiertagen können derzeit aus betrieblichen Gründen keine Besichtigungen angeboten werden. Diese Regelung gehört deshalb zur konkreten Besuchsplanung des Památníks und sollte vor dem vorgesehenen Termin berücksichtigt werden.

Kirche und historische Häuser nahe dem Platz

Die heutige Gestalt der Kirche Kostel sv. Jiljí geht auf einen pseudoromanischen Umbau in den Jahren 1870 bis 1872 zurück. An der Kirche steht ein barocker Glockenturm, der in den Jahren 1753 bis 1756 anstelle eines älteren Holzbaus errichtet wurde. Die Türme der Kirche sind häufig auf Zeichnungen von Mikoláš Aleš abgebildet. Damit treffen am selben Bauwerk Architekturgeschichte und die Erinnerung an einen mit Mirotice verbundenen Künstler aufeinander.

Nahe dem Platz steht außerdem das Dům zvaný Rytířský, ein Renaissancehaus, das vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt. Erhalten sind bemalte Fassaden mit Stuckverzierungen. Ebenfalls nahe dem Platz befindet sich das Měšťanský dům. Es stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, besitzt ein Mansarddach und zeigt eine barock umgestaltete Fassade mit Attika und Stuckverzierungen. Wer sich für Bauformen interessiert, findet hier daher unterschiedliche historische Schichten auf engem thematischem Raum.

Jüdischer Friedhof und Kapelle in Zářečí

Der jüdische Friedhof Židovský hřbitov in Mirotice wurde vor dem Jahr 1647 angelegt. Bis heute sind dort ungefähr 250 Grabsteine erhalten. Der Friedhof ist verschlossen; auf Anfrage ermöglicht das Stadtamt Mirotice den Zutritt. Sein Besuch ist daher anders organisiert als die frei zugängliche Betrachtung historischer Gebäude und sollte entsprechend im Voraus angefragt werden.

Am nördlichen Rand von Mirotice, im Ortsteil Zářečí, steht die Kaplička sv. Jana Nepomuckého. Die barocke Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Zusammen mit dem jüdischen Friedhof und den Gebäuden nahe dem Platz erweitert sie den Blick auf die religiöse und architektonische Geschichte des Ortes.

Wandern und Mountainbiken auf der Alšova stezka

Die Alšova stezka eignet sich zum Wandern und Mountainbiken. Ihre Stationen vermitteln historische, natürliche und archäologische Besonderheiten der Region. Damit bietet sie einen eigenständigen Zugang zu Mirotice und seiner Umgebung: Während die Bauwerke und Gedenkorte vor allem Ortsgeschichte sichtbar machen, führt die Stezka die Aufmerksamkeit auf mehrere unterschiedliche Themen entlang ihrer Stationen. Sie können den Aufenthalt deshalb nach Interesse zwischen Kultur und Bewegung aufteilen.

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