Mišovice: Museum, Kirche und keltische Spuren

Mišovice verbindet Ortsgeschichte, Sakralbauten und Spuren der keltischen Besiedlung mit einer Umgebung, die sich zum Wandern, Radfahren und für Spaziergänge im Wald eignet. Besonders anschaulich wird die Geschichte im Ortsteil Pohoří und im Muzeum Mirovicka. Wenn Sie Kultur und Landschaft miteinander verbinden möchten, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Anlaufpunkte.

Pohoří: Museum und Ortsgeschichte

Das Muzeum Mirovicka befindet sich in Pohoří, einem Ortsteil der Gemeinde Mišovice. Insgesamt umfasst es zehn Ausstellungssektionen: Acht liegen im Hauptgebäude, zwei weitere in einer ehemaligen Pfarrscheune in der Nähe des Museumsgebäudes. Damit gehört die Ortsgeschichte nicht zu einer einzelnen Ausstellung, sondern zeigt sich in mehreren räumlich getrennten Bereichen.

Eine Sektion widmet sich Geologie, Bergbau, Mineralogie und belebter Natur. Sie erklärt den geologischen Aufbau der Region und des näheren Umfelds, beschreibt die bergbaulichen Aktivitäten in verschiedenen Teilen des Mirovicka und behandelt das Goldwaschen der Kelten an der Skalica als älteste bergbauliche Tätigkeit der Region.

Kirche sv. Petra a Pavla in Pohoří

Die Kirche sv. Petra a Pavla stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts und wird bereits im Jahr 1369 erwähnt. Der Kirchenkomplex liegt im östlichen Teil von Pohoří auf einer leichten Anhöhe und bildet ein bedeutendes städtebauliches Element im bebauten Ortsbereich.

Zur Kirche gehört ein nicht mehr genutzter Friedhof, der von einer Friedhofsmauer mit einem Eingang an der Westseite eingefasst ist. Kirche, Friedhof und Mauer bilden zusammen ein geschlossenes Ensemble. Vor der westlichen Friedhofsmauer steht südlich des Friedhofseingangs eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk.

Keltische Spuren rund um Pohoří

Auf dem Hügel Hrad, einige Kilometer südöstlich von Pohoří, liegen die Ruinen einer spät-hallstattzeitlichen Wallanlage aus der Zeit der keltischen Besiedlung. Diese Besiedlung wird in Böhmen mit dem Stamm der Boier verbunden. Etwa 1 km südlich der Wallanlage Hrad befinden sich im Wald auf dem Hügel Malý Kosatín mehrere spät-hallstattzeitliche Hügelgräber. In ihnen wurden vermutlich Bewohner dieser Wallanlage bestattet.

Auch in Mišovice selbst gibt es ein geschütztes Baudenkmal: Der pfeilerförmige Bildstock steht vor der Giebelfassade des Hauses Nr. 34, ist weithin sichtbar und bildet ein bedeutendes städtebauliches Element der Gemeinde. Die Kapelle sv. Vavřince liegt etwa 300 m östlich von Svučice an der Straße nach Mišovice.

Wandern und Radfahren in der Umgebung

Die Umgebung von Mišovice eignet sich zum Wandern und Radfahren, für Spaziergänge im Wald sowie für Streifzüge durch die Landschaft. Für Radfahrer ist außerdem die Route CT311 eine konkrete Orientierung: Sie führt von Mirovice über Mišovice und weiter über Minice nach Pohoří. So lassen sich Ortsgeschichte, Kulturerlebnisse und Bewegung im Freien in einem Aufenthalt verbinden.

Weitere Orte derselben Auswahl

Weitere Orte derselben Auswahl sind Myslín, Slavkovice, Přeborov, Drhovle, Záhoří und Písku, Vusi, Štědronín-Plazy und Lety.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Písek.

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