Hradiště

Hradiště verbindet archäologische Geschichte mit markierten Wanderwegen und einem Aussichtsturm, der einen weiten Blick über die Landschaft eröffnet. Besonders prägend ist der Hradišťský vrch: Auf ihm befindet sich eine bedeutende archäologische Fundstelle, die 500 Meter nordnordwestlich vom Dorf Hradiště liegt. Ein Teil des steinernen Walls des ursprünglichen Befestigungsrings ist erhalten geblieben. So treffen bei einem Aufenthalt in Hradiště sichtbare Spuren der Vergangenheit und ein vielseitig erschließbarer Landschaftsraum aufeinander.

Zum Aussichtsturm auf dem Hradišťský vrch

Der 28 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Hradišťský vrch wurde 2019 für Besucher geöffnet. Er ist ganzjährig zugänglich und kostenlos. Vom Turm reicht der Blick auf den Böhmerwald und das Gratzener Bergland; bei guter Sicht können Sie sogar bis zu den Alpen sehen. Damit bietet der Hradišťský vrch einen klaren Höhepunkt für alle, die eine Wanderung mit einem weitreichenden Landschaftseindruck verbinden möchten.

Von Hradiště aus erreicht ein blau markierter Wanderweg den Aussichtsturm nach etwa 2 Kilometern. Die Angabe bleibt bewusst eine Näherung, eignet sich aber als konkrete Orientierung für die eigene Ausflugsplanung. Auch die Route „Na zříceninu Sokolčí a na rozhlednu“ kann nach Dluhoště über die Hauptstraße nach Hradiště und von dort weiter zum Aussichtsturm auf dem Hradišťský vrch führen. Wer verschiedene Wanderziele verbinden möchte, findet damit eine zweite beschriebene Möglichkeit, Hradiště in eine längere Route einzubeziehen.

Lehrpfade mit Natur- und Familienbezug

Der Lehrpfad rund um Suchý und Hradišťský vrch umfasst Informationstafeln mit QR-Codes sowie einfache Beobachtungsaufgaben für Kinder. Der Lehrpfad wurde am 11. August offiziell eröffnet. Für Familien entsteht dadurch ein Zugang zur Landschaft, der nicht nur auf das Wandern selbst setzt, sondern auch auf kurze Entdeckungsaufgaben und zusätzliche Informationen entlang des Weges.

Eine weitere Möglichkeit führt von Hradiště zum Lehrpfad Údolím Černé: Dorthin verläuft ein gelb markierter Wanderweg zur Soběnov-Talsperre. Der Lehrpfad Údolím Černé hat neun Stationen. Je nach gewünschtem Ausflug können Sie in Hradiště somit zwischen dem Aussichtsturm, dem Lehrpfad rund um Suchý und Hradišťský vrch sowie der Verbindung in Richtung Soběnov-Talsperre wählen.

Kulturgeschichte im Dorf

Auch in Hradiště gibt es ein prägnantes kulturhistorisches Detail. Die Dreifaltigkeitssäule ist mehr als 4,5 Meter hoch und besteht aus einer Kombination von Granit und Muschelkalk. Das barocke Dreifaltigkeitsensemble in Hradiště stammt aus dem Jahr 1764 und gilt als Beispiel für die vom niederösterreichischen Wallfahrtsort Sonntagberg ausgehende Gnadenstuhl-Darstellung. Seit 1958 steht das Dreifaltigkeitssousensemble unter Denkmalschutz.

Die Siedlung Hradiště bei Kaplice wurde erstmals im Jahr 1368 erwähnt. Dieser historische Bezug ergänzt die deutlich ältere archäologische Spur auf dem Hradišťský vrch um die dokumentierte Geschichte des Ortes selbst. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt in Tschechien Naturerlebnisse, Aussicht und Kulturgeschichte miteinander verbinden möchten, können Sie die beschriebenen Ziele rund um Hradiště in unterschiedlichen Wander- und Entdeckungstagen zusammenstellen. Auch Poresín können Sie als weiteren Ort auf dieser Reiseübersicht erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kaplitz.

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