Borečnice
Borečnice verbindet eine ungewöhnlich dichte Dorfgeschichte mit Kapellen, historischen Spuren und einer ausgewiesenen Strecke für gemischten Fuß- und Radverkehr. Wer eine Unterkunft in Borečnice sucht, kann den Ort deshalb sowohl über seine Vergangenheit als auch über konkrete Wege und kleine Entdeckungen kennenlernen.
Dorfgeschichte und zwei besondere Kapellen
Borečnice ist seit 1354 schriftlich belegt. Damals war Jakub aus Borečnice als Vizeburggraf in Písek tätig und verwaltete dort die Einnahmen. Am 14. März 1405 übertrug Mikuláš Volyňský, der damalige Besitzer des Dorfes, Borečnice zusammen mit zwei Mühlen an das von den Kreuzherren mit dem Roten Stern gegründete Spital in Písek. Die beiden Jahresangaben markieren unterschiedliche Stationen: 1354 steht für den frühen schriftlichen Beleg, 1405 für eine konkrete Besitzübertragung mit Bezug zu Písek.
Zur örtlichen Baugeschichte gehört die Dorfkapelle von Borečnice, die der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria geweiht ist. Sie wurde 1855 errichtet, nachdem der zuvor verwendete Glockenpfosten morsch geworden war. Eine zweite Kapellengeschichte führt zur Kapelle Panny Marie Lurdské. Sie wurde aus Bruchstein oberhalb der Mühle Tlučkův mlýn nach dem Vorbild der Wallfahrtskapelle in Lourdes auf Wunsch der Großmutter des örtlichen Müllers Kubricht errichtet und 1871 geweiht. Nach einer Instandsetzung durch Einwohner und Ferienhausbesitzer aus Borečnice wurde sie am 1. Mai 2012 erneut geweiht. Die Lourdeskapelle verbindet in ihrer Baugeschichte den Standort oberhalb der Mühle mit dem Vorbild der Wallfahrtskapelle in Lourdes.
Mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs
Für aktive Tage bietet die Sedláčkova stezka einen konkret beschriebenen Rahmen. Die seit 2006 in veränderter Streckenführung erneuerte Strecke ist 35 km lang und als Radweg Nr. 1225 für gemischten Fuß- und Radverkehr ausgelegt. Die veränderte Führung seit 2006 gehört damit zur Geschichte des heutigen Streckenverlaufs.
Die Sedláčkova stezka führt über die Radroute 1158 nach Borečnice. Von Borečnice führt die Radroute CT1158 weiter nach Zlivice. Die beiden Richtungen ergänzen sich: Die Route 1158 führt in den Ort, CT1158 setzt den Weg nach Zlivice fort.
Mühlengeschichte und geschützte Natur
Die zu Borečnice gehörende Mühle Tlučkův, Sulanův mlýn wurde 1405 erstmals schriftlich erwähnt. Die Jahreszahl fällt damit in dasselbe Jahr wie die Übertragung von Borečnice und zwei Mühlen an das Spital in Písek. Die ehemalige Mühle lag am linken Ufer der Otava und wurde im Zusammenhang mit dem Bau des Orlík-Stausees abgerissen. Der Mühlenstandort verbindet damit die Lage an der Otava mit der Baugeschichte des Orlík-Stausees. Im Gebiet Žlíbky werden typische Waldgesellschaften von Hainbuchen-Eichenwäldern geschützt.
In Borečnice bietet die Fešácká hospoda eine Einkehrmöglichkeit mit Außenbereich und Spielplatz. Weitere Ziele in der Umgebung sind Králova Lhota, Oslov, Záhoří und Písku, Luckovice, Božetice, Tálín, Radvánov und Vusi.
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