Vidice – Naturpark Sedmihoří und St. Apollonia
Vidice verbindet eine charaktervolle Landschaft mit einem bemerkenswerten kirchengeschichtlichen Ziel. Der Ort liegt in einer Senke rund um das Quellgebiet des Bachs Slatina. Zugleich liegt Vidice an der Straße, die Horšovský Týn mit Bor u Tachova verbindet. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ziel, bei dem Naturerlebnisse und ein historischer Besuch unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Landschaft rund um Vidice
Zum Gemeindegebiet von Vidice gehört der überwiegend bewaldete Naturpark Sedmihoří. Seine Landschaft wird von einer Senke geprägt, die im Süden, Westen und Norden von einem Ring aus 11 Gipfeln umgeben ist. Der höchste Gipfel ist der Racovský vrch mit 619 m. Die Senke und der Gipfelring geben dem bewaldeten Gebiet eine klar erkennbare Form. Waldflächen, tiefer gelegenes Gelände und die umgebenden Erhebungen bestimmen gemeinsam den Charakter des Naturparks. Der Racovský vrch bildet dabei den markanten Höhenbezug innerhalb dieses Rings. Diese landschaftliche Struktur macht Sedmihoří zu einem eigenständigen Schwerpunkt für alle, die bei ihrem Aufenthalt im westlichen Böhmen Wege, Wald und reliefreiche Umgebung miteinander verbinden möchten.
Durch das Gemeindegebiet verläuft der Lehrpfad Sedmihoří. Er verfügt über 12 Informationstafeln, die den Wegverlauf mit festen inhaltlichen Punkten begleiten und das Naturerlebnis um Informationen vor Ort ergänzen. Für Wanderungen steht außerdem ein markierter gelber Wanderweg zur Verfügung. Er verläuft in Richtung Kakov über den Racovský vrch nach Mezholezy. Wer die Umgebung lieber mit dem Fahrrad erkundet, findet mit der markierten Radroute 2242 eine weitere festgelegte Verbindung: Sie führt über Bernartice, Sychrov und Vidice weiter in Richtung der Route 2241. Damit stehen im Gemeindegebiet ein Lehrpfad mit Informationstafeln, eine gelb markierte Wanderverbindung und eine ausgewiesene Radroute als unterschiedliche Formen der Landschaftserkundung zur Verfügung.
St. Apollonia und die Wallfahrtstradition
Nördlich von Vidice steht auf den Feldern an der Straße nach Bernartice die Kirche St. Apollonia. Sie entstand wahrscheinlich im 17. Jahrhundert als barocke Wallfahrtskirche. Im Inneren finden sich Ausstattungsstücke aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Lage auf den Feldern nördlich von Vidice verbindet das Bauwerk mit der umgebenden Landschaft, während die barocke Entstehungszeit und die erhaltenen Ausstattungsstücke den kulturgeschichtlichen Charakter bestimmen.
Auch die Baugeschichte gehört zum Bild des Ortes: Die Fassade und die Dachdeckung der Kirche St. Apollonia wurden 1994–1995 restauriert. In Vidice findet jedes Jahr die erste Wallfahrt des Jahres statt. Bei den Wallfahrtsfeierlichkeiten im Jahr 2023 fand in der Kirche St. Apollonia eine heilige Messe statt. An der Kirche lassen sich damit Bauzeit, historische Ausstattung, spätere Restaurierung und eine bis in die Gegenwart reichende Wallfahrtstradition gemeinsam betrachten. St. Apollonia steht sowohl für barocke Sakralgeschichte als auch für einen religiösen Brauch, der in Vidice weiterhin zum Jahreslauf gehört.
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