Svojšín entdecken
Wenn Sie Kultur und Landschaft auf überschaubaren Wegen verbinden möchten, bietet Svojšín dafür markante Anknüpfungspunkte: das Schloss Svojšín, das Tal der Mže, historische Sakralbauten und zwei 3 km lange Strecken zu Aussichtspunkten. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie dadurch unterschiedliche Tagesideen miteinander verbinden, ohne den Ort auf ein einziges Ausflugsziel zu reduzieren.
Schloss, Kirchen und Spuren der Geschichte
Das Schloss Svojšín wurde 1723 unter Graf Jan Václav Příchovský an der Stelle eines älteren Bauwerks errichtet. Das einstöckige Schloss verfügt über einen durch ein Steinportal zugänglichen Durchgang mit erhaltenen Ledertapeten und barocken Marmorkaminen. Zwei Ziergärten schließen an das Schloss an und ergänzen den historischen Eindruck des Ensembles.
Die Kirche St. Peter und Paul wird aufgrund ihrer Mauertechnik mit großen Sandsteinquadern in die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert und zählt zu den bedeutendsten Denkmälern ihrer Art in Südwestböhmen. Bei der Bahnstation steht außerdem die St.-Nikolaus-Kapelle. Sie wurde von 2017 bis 2023 an ihrem ursprünglichen Standort und in ihrer ursprünglichen Form anhand erhaltener Fotografien restauriert.
Ein weiteres historisches Ziel ist der Jüdische Friedhof in Řebří. Er wurde 2007 zum Kulturdenkmal erklärt. Bis heute sind dort 143 Grabstelen erhalten, darunter eine Stele aus dem Jahr 1742. Damit ergänzen sich in der Umgebung Schlossarchitektur, sakrale Baugeschichte und jüdisches Kulturerbe zu verschiedenen Formen des Entdeckens.
Wege durch das Tal der Mže
Svojšín liegt im Tal der Mže. Der Fluss hat sich dort in überwiegend bewaldetes Hügelland eingeschnitten; im Tiefland wird er von Wiesen mit vielfältiger Flora und Fauna begleitet. Diese Landschaft lässt sich auf dem Lehrpfad „Skalní defilé“ konkret erleben. Die Strecke ist vom Schloss Svojšín aus als 3 km lange Hin- und Rückstrecke angelegt. Am Ende bietet sich ein Ausblick auf das Becken von Svojšín und die Mäander der Mže.
Eine zweite Möglichkeit führt zum Aussichtspunkt auf dem Tannenberg. Er liegt an einem Kreuz an der Stelle einer ehemaligen Waldkapelle und ist vom Schloss Svojšín aus über eine 3 km lange Hin- und Rückstrecke erreichbar. Dabei folgen Sie zunächst der roten und anschließend der grünen Wanderwegmarkierung. Die historische Bezeichnung des Ortes bleibt dabei wichtig: Gemeint ist die Stelle einer ehemaligen Waldkapelle, nicht ein heute bestehendes Bauwerk.
Anreise und Auswahl des Ausgangspunkts
Für die Anreise mit der Bahn ist der Bahnhof Svojšín ein konkreter Orientierungspunkt. Er liegt an der Strecke 178 zwischen Plzeň und Cheb sowie an der Strecke 186 zwischen Svojšín und Bor. Der Zugang zum Bahnhofsgebäude oder Fahrgastunterstand und zu allen Bahnsteigen ist stufenlos. Wenn Sie eine Unterkunft in Svojšín auswählen, können Sie daher den Bahnanschluss ebenso in Ihre Überlegungen einbeziehen wie die vom Schloss aus beginnenden Wege.
Im Frühjahr kann die Mže im Abschnitt von Pavlovice bis Svojšín und gegebenenfalls weiter bis Stříbro befahren werden. Dadurch kommt neben Kultur und Wandern eine saisonale Aktivität auf dem Wasser hinzu. Die mögliche Fortsetzung bis Stříbro hängt dabei ausdrücklich vom jeweiligen Abschnitt ab.
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