Klenová: Burg, Schloss und Kunst entdecken

Klenová verbindet mittelalterliche Burgengeschichte mit Schlossarchitektur, moderner Kunst und besonderen Innenräumen. Wer eine Reise nach Klenová plant, entdeckt nicht nur eine historische Anlage, sondern ein vielseitiges Kulturziel: Zur Burg gehören ein fast vollständig erhaltener Burggraben, ein Schloss mit neugotischen Partien, eine bemerkenswerte Kapelle, ein Skulpturenpark und mehrere Ausstellungen. Für Familien bietet die wiederkehrende Ausstellung „Cesta“ zudem einen besonderen Zugang, weil dort Kinder ihre eigenen Arbeiten präsentieren.

Burganlage und Schloss mit böhmischer Geschichte

Die Ursprünge der Burg Klenová werden in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert. Ein prägendes Element der Anlage ist der Burggraben, der rund um fast die gesamte Burg erhalten ist. Vor dem Schloss wurde er in den 1830er Jahren zugeschüttet. Im 19. Jahrhundert ließ Graf Joseph Philip Edward Stadion-Warthausen und Thannhausen im Bereich der südlichen Befestigungsanlagen ein Schloss errichten. Der westliche Teil des Schlosses wurde im neugotischen Stil gestaltet, der dort als eines der sehr frühen Beispiele seiner Verwendung in Böhmen gilt.

Auch die Kapelle „Stadionská“ gehört zu den eigenständigen Höhepunkten des Ensembles. In Böhmen ist sie für ihr erhaltenes Interieur bemerkenswert, das später nicht verändert wurde. Die restaurierte Kapelle wurde am 1. April 2017 im Rahmen einer kommentierten Führung wieder für Besucher zugänglich gemacht. Ein weiterer historischer Wandel zeigt sich an einem Bereich, der nach einem Einsturz im 19. Jahrhundert zu einer Aussichtsterrasse umgestaltet wurde. So erzählt Klenová nicht nur von Bauformen, sondern auch von Veränderungen, die die Anlage im Lauf der Zeit geprägt haben.

Kunst in Schloss, Park und Getreidespeicher

Die Dauerausstellung auf Schloss Klenová präsentiert in vier Salons tschechische moderne Kunst aus der Sammlung der Galerie. Ergänzt wird sie durch historische Möbel und Interieurs des 19. Jahrhunderts. Im Bereich der Burg öffnet sich das Thema Kunst anschließend in den Außenraum: Der Skulpturenpark umfasst Werke von Vincenc Vingler, Jiří Seifert, Jaroslav Róna, Václav Fiala, Márius Kotrba und Anton Čierny. Damit lassen sich historische Architektur und bildende Kunst in unterschiedlichen Formen entdecken, ohne dass Klenová auf nur eine Epoche festgelegt ist.

Im Getreidespeicher finden jedes Jahr zwei wiederkehrende Ausstellungen statt: „Contacts“ in der ersten Jahreshälfte und der „START POINT PRIZE“ in der zweiten Jahreshälfte. Zu Beginn jeder Ausstellungssaison bietet außerdem „Cesta“ Kindern Raum, ihre Arbeiten zu präsentieren. Besucher stimmen über ein Werk ab; eine Fachjury aus Kunsthistorikern der Galerie und bildenden Künstlern zeichnet die besten Autoren mit goldenen, silbernen und bronzenen Paletten aus. Für eine Reise mit Kindern entsteht dadurch ein anderer Zugang zur Kunst als bei einer klassischen historischen Besichtigung: Die eigenen Arbeiten junger Teilnehmer gehören ausdrücklich zum Ausstellungsgeschehen.

Bei der Suche nach einem Hotel in Klenová steht daher die gewünschte Verbindung aus Burgengeschichte, erhaltenen Innenräumen, Skulpturen und saisonalen Ausstellungen im Mittelpunkt. Wer Kultur nicht nur in Museumsräumen, sondern auch an einer historischen Anlage, in einer Kapelle und im Freien erleben möchte, findet in Klenová mehrere klar unterscheidbare Facetten für die Reiseplanung.

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