Chválenice entdecken
Chválenice verbindet eine markante barocke Kirche mit einer hügeligen Landschaft, besonderen Felsformationen und einem historischen Solitärbaum. Die barocke Kirche steht für repräsentative Sakralarchitektur, die Felsformationen und das Hügelland für geologische und topografische Vielfalt, während Solitärbaum und Blockscheune historische Spuren in der Landschaft und im Ortsbild bewahren.
St. Martin: barocke Architektur mit besonderem Rang
Im Mittelpunkt der kulturellen Seite von Chválenice steht die Kirche St. Martin. Der barocke Neubau entstand von 1747 bis 1753, angeblich nach einem Entwurf von K. I. Dientzenhofer. Kilián Ignác Dientzenhofer gilt als Urheber der Kirche. Die Kirche gilt als eines der herausragenden Werke des böhmischen ländlichen Barocks. Die längsgerichtete Anlage und die reiche Gliederung prägen dabei die besondere architektonische Gestalt des Bauwerks. Als Kirche bildet St. Martin den sakralen Bezugspunkt des Ortes und setzt einen repräsentativen Akzent innerhalb der historischen Ortsgestalt.
Hügel, Felsformationen und der geographische Rahmen
Die Umgebung von Chválenice liegt in einer hügeligen Landschaft. Zu ihrem geographischen Rahmen gehören die Švihovská vrchovina, die Radyňská vrchovina, das Tal der Úslava, das Kozelské polesí und die nahe gelegenen Brdy. Ein markanter Punkt innerhalb dieses Landschaftsraums ist Farská skála. Mit 537 m ü. d. M. ist sie der höchste Punkt von Chválenice und wird vom Hügel Džbánek umgeben. Farská skála gehört außerdem zu mehreren nahe gelegenen Felsformationen im geologischen System Barrandien. Damit richtet sich der Landschaftscharakter nicht nur auf Höhenzüge, sondern auch auf geologische Formen, die dem Gebiet eine eigene regionale Prägung geben.
Die Niklojc hruška als historischer Orientierungspunkt
Ein zweites unverwechselbares Motiv ist die Niklojc hruška. Die mehr als zweihundert Jahre alte Gedenkbirne steht als einzeln stehender Baum auf den Feldern bei Borky oberhalb von Chouzovy. Seit dem 5. Oktober 2016 ist sie als geschützter Gedenkbaum ausgewiesen. Die Niklojc hruška war ein bedeutender Orientierungspunkt in der historischen Landschaft. Die Solitärbirne steht im Gebiet Na Borkách zwischen Chouzovy und der Chválenicer Flur V Babších. Entlang des Feldes verläuft ein blau markierter Wanderweg; von der Straße bis zum Baum sind es etwa 200 Meter.
Ein erhaltenes Zeugnis des früheren Ortsbilds
Zur historischen Ortsgestalt gehört außerdem die Blockscheune auf dem Gehöft Nr. 27 U Chmelíků. Sie zählt zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen des früheren Ortsbilds von Chválenice, das von zahlreichen Blockbauten geprägt war. Die Scheune ist damit ein erhaltenes Beispiel jener bäuerlichen Bauweise, die den Ort früher in größerem Umfang bestimmte. Zusammen mit der Kirche St. Martin zeigt sie zwei unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte: den repräsentativen ländlichen Barock und die traditionelle bäuerliche Bauweise.
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