Svratouch
Svratouch ist interessant, wenn Sie Landschaft, Wasser und gewachsene Ortsgeschichte in einer Reise verbinden möchten. Der Ort liegt in einem Teilgebiet der Žďárské vrchy. In der Umgebung finden sich ein langer Lehrpfad, geschützte Moorlandschaften, eine Waldquelle und mehrere historische Zeugnisse. Dadurch können Sie bei Ihrer Reise unterschiedliche Schwerpunkte setzen, ohne sich auf ein einziges Erlebnis festlegen zu müssen.
Natur zwischen Lehrpfad, Quelle und Moorlandschaft
Der Lehrpfad Krajem Chrudimky ist 74 km lang und verfügt über 31 Informationstafeln. Sein Ausgangspunkt ist der Filipovský pramen, eine Waldquelle im Forstgebiet Stará obora nordwestlich von Svratouch. Die Quelle gehört zu den Quellen der Chrudimka. Seine Länge und die 31 Informationstafeln verbinden eine ausgedehnte Strecke mit konkreten Informationen zur Landschaft. Am nordöstlichen Rand von Svratouch liegt der Teich Chochol. Er besitzt einen Sandstrand, der an sonnigen Sommertagen zum Baden einlädt. Damit kommt neben Natur und Bewegung auch ein Aufenthalt am Wasser als eigener Reiseakzent hinzu. Eine weitere Besonderheit ist das Naturdenkmal U Tučkovy hájenky. Es liegt teilweise im Katastergebiet von Svratouch und umfasst breite Talbereiche mit Torfwiesen. Geschützt werden dort Übergangsmoore, nährstoffarme Kalkmoore, Großseggenbestände, feuchte Kohldistelwiesen und Borstgrasrasen mit geschützten und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten. Der Sandstrand bildet dabei einen deutlichen Kontrast zu den Torfwiesen und den unterschiedlichen Moorformen des Naturdenkmals. So reichen die Landschaftseindrücke am Ortsrand vom Wasserbereich bis zu geschützten, feuchten Talräumen.Geschichte im Ort und in der Umgebung
Auch die Ortsgeschichte lässt sich an mehreren konkreten Bauwerken verfolgen. Die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk in Svratouch wurde 1933 begonnen und am 10. Juni 1935 geweiht. Die evangelische Kirche wurde 1783–1784 als Toleranzbethaus errichtet und am 20. Oktober 1784 feierlich eröffnet. Ihr heutiges Erscheinungsbild wurde durch einen Umbau im Jugendstil in den Jahren 1911–1912 geprägt. Um die Kirche liegt ein Friedhof aus der Toleranzzeit. Die Bauwerke zeigen einen zeitlichen Bogen von der Toleranzzeit über den Jugendstil bis in die 1930er Jahre. Im Gebäude der evangelischen Schule ist seit 2016 das Museum historischer Motorräder untergebracht. Das Schulgebäude selbst ist seit 1958 ein Denkmalobjekt. So stehen in Svratouch religiöse Geschichte, lokale Baugeschichte und Technikgeschichte in unterschiedlichen Formen nebeneinander. Das Schulgebäude verbindet dabei seine Geschichte als evangelische Schule mit dem Denkmalstatus und der späteren Nutzung als Motorradmuseum. In der Umgebung wurde das Jagdschlösschen Karlštejn um 1770 errichtet und 1776 fertiggestellt. Oberhalb von Svratka und Svratouch wurde außerdem in den Jahren 1945 bis 1949 ein Golfplatz angelegt. Der Golfplatz ergänzt die historischen Zeugnisse um eine Landschaftsnutzung, die oberhalb von Svratka und Svratouch angelegt wurde. Weitere Orte im Okres Chrudim sind außerdem [Kočí](Kočí), [Zderaz](Zderaz), [České Lhotice](České Lhotice), [Čankovice](Čankovice), [Zájezdec](Zájezdec), [Hamry U Hlinska](Hamry U Hlinska), [Leštinka](Leštinka) und [Stary Dvur](Stary Dvur).Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chrudim.
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