Ronov nad Doubravou
Ronov nad Doubravou bietet eine klar erkennbare Verbindung aus gestalteten Ortsbildern, sakraler Kunst und einer markanten Flusslandschaft. Wer mit unterschiedlichen Interessen reist, kann historische Details an Platz, Kirche und Einzeldenkmälern entdecken und ihnen die Landschaft des Naturparks Doubrava gegenüberstellen. So entsteht ein Reiseziel, bei dem Kultur und Natur jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Platz, Kirche und barocke Details
Der Chittussiho-Platz ist 120 × 100 Meter groß und wird von 27 Häusern begrenzt. Seine Größe und die geschlossene Begrenzung durch die Häuser machen ihn zu einem konkreten Ausgangspunkt für die Betrachtung des Ortsbildes. Die heutige Kirche des heiligen Laurentius wurde von 1849 bis 1852 im pseudobarocken Stil errichtet. An ihrer Decke befinden sich Fresken von Jaroslav Major. Sie kopieren italienische Originale mit Darstellungen aus dem Leben des heiligen Laurentius und verbinden damit die Architektur des Gotteshauses mit einem ausdrücklich religiösen Bildprogramm.
Weitere Details liegen an einzelnen Gebäuden und Straßen. Das Haus Nr. 25 in der Svatokřížská-Straße besitzt einen spätbarocken Giebel mit einer Nische. Die Rückseite der Nische schmückt ein flaches Relief der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind. Am unteren Ende der Zámecká-Straße stehen Sandsteinstatuen des heiligen Johannes Nepomuk und des heiligen Prokop. Sie gelten als Beispiele barocker Bildhauerkunst des 18. Jahrhunderts. Sie können außerdem den barocken Giebel der Kaplanka in der Svatokřížská-Straße besichtigen. In Ronov nad Doubravou ist auch eine Gedenktafel für den Musikwissenschaftler Dobroslav Orel zu sehen.
Die Landschaft des Naturparks Doubrava
Der Naturpark Doubrava schützt das tiefe Tal des Flusses Doubrava zwischen Spačice und Ronov nad Doubravou. Sein Landschaftsbild wird von steilen Talhängen, einem steinigen Flussbett und überwiegend bewaldeten Hängen geprägt. Zu den Waldflächen gehören Restbestände von Buchen und Schlucht-Ahornwäldern. Wenn Sie bei Ihrer Reise nicht nur historische Einzelheiten, sondern auch ein ausgeprägtes Flusstal erleben möchten, ist die Doubrava-Landschaft der eigenständige Natur-Schwerpunkt des Aufenthalts.
Ein weiterer historischer Akzent: Schloss Moravany
Schloss Moravany besitzt einen neobarocken Balkon und ein repräsentatives spätbarockes gemauertes Kulissentor am Haupteingang. Das Schloss selbst ist ein freistehendes spätbarockes Gebäude vom Ende des 18. Jahrhunderts und gehört zum Typ einer ländlichen Villa. Nach einem Brand in den 1930er-Jahren wurde es umgebaut und um ein Stockwerk reduziert. Dadurch treffen an diesem Bauwerk mehrere klar benennbare Zeitschichten aufeinander: der ursprüngliche spätbarocke Charakter, die neobarocke Gestaltung einzelner Elemente und die spätere Veränderung des Gebäudes.
Orientierung bei der Anreise
Für die Reiseplanung ist die Bahnlinie S27 zwischen Čáslav und Třemošnice eine konkrete Orientierung. Sie bedient sowohl Ronov nad Doubravou als auch Ronov nad Doubravou zastávka. Bei der Recherche nach dem passenden Ankunftspunkt sollten Sie daher die genaue Bezeichnung berücksichtigen. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie Ronov nad Doubravou damit als Ausgangspunkt für einen Aufenthalt betrachten, dessen Schwerpunkte zwischen Ortsgeschichte, sakraler Kunst und der geschützten Doubrava-Landschaft liegen.
Weitere Reiseziele, die Sie ergänzend betrachten können, sind Honbice, Kostelec U Heřmanova Městce, Rostejn, Skuteč-Borek, Mladoňovice, Peralec, Řestoky und Libkov.
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