Chroustovice: Schlossgarten, Flusslandschaft und historische Spuren

Chroustovice verbindet einen Schlosskomplex an beiden Ufern des Flusses Novohradka mit einer barock geprägten Gartenlandschaft, historischen Sakralbauten und markanten Details im Ortsbild. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem sich Kulturgeschichte, Flussnatur und kleinere Entdeckungen im Ort miteinander verbinden lassen.

Schlossgarten und Flusslandschaft

Der Schlossgarten Chroustovice bildet das Zentrum einer barock komponierten Landschaft. Er gehört zu einer einzigartigen historischen Grünanlage des späten Barock, die von den Gestaltungen André Le Nôtres beeinflusst ist und eine ausgeprägte illusionistische Gestaltung aufweist. Im formalen Garten säumen Lindenalleen den monumentalen Kanal der Novohradky. Zugleich zeigt der Abschnitt des Novohradky, der Chroustovice einschließt, ein naturnahes Flussbett mit Mäandern, Sand- und Kiesbänken, Tümpeln sowie Resten von Auenvegetation. So treffen gestaltete Parkräume und eine vielfältig gegliederte Flusslandschaft unmittelbar in der Ortsgeschichte aufeinander.

Kirche und historische Details

Die heutige Kirche des heiligen Jakobus des Älteren in Chroustovice wurde 1744 errichtet, nachdem die frühere Kirche abgebrochen worden war. In ihr trägt das Zinntaufbecken die Jahreszahl 1510. Damit begegnen Ihnen an einem Ort unterschiedliche Zeitebenen: die heutige Kirche aus dem 18. Jahrhundert und ein Taufbecken, dessen Datierung bis in das frühe 16. Jahrhundert zurückreicht.

Historische Spuren im Ortsbild

Auf dem Platz von Chroustovice steht in der kleinen Parkanlage links von der Kirche eine Säule mit einer Marienstatue aus dem Jahr 1804. Im unteren Teil des Platzes befindet sich vor dem Gemeindeamt ein Eisenkreuz mit Christus, das 1836 errichtet wurde. An der Straße nach Luže steht eine Statue der Heiligen Dreifaltigkeit, die 1891 vom örtlichen Bildhauer Dušánek nach einem Modell der Bildhauerschule aus Hořice geschaffen wurde. Auf der Straße über Březovice nach Chrudim steht zwischen vier ausgewachsenen Linden eine steinerne Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1729.

Orientierung für Ihren Aufenthalt

Auch der steinerne Wegweiser gehört zur Geschichte des Ortsbildes: Er besteht aus lokalem Sandstein und einem eingesetzten Keramikteil und steht links an der Abzweigung nach Městec und Uhersko am Rand einer großen Rasenfläche der örtlichen Schule. Das Schloss Chroustovice ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Für den 20. September 2026 ist dort jedoch ein Tag der offenen Gärten mit Führungsbeginn um 13:00 und 15:00 Uhr geplant. Wenn Sie eine Unterkunft in Chroustovice auswählen, können Sie Ihre Reiseplanung deshalb an der gewünschten Mischung aus Garten- und Kulturgeschichte, Ortsdetails und Flusslandschaft ausrichten, ohne den Schlosszugang außerhalb dieses geplanten Termins vorauszusetzen.

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie außerdem Ústupky, Dědová, Luže, Žlebské Chvalovice, Horní Bradlo, Licibořice, Krouna und Zaječice aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chrudim.

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