Velký Borek: Weinberge, Natur und Radroute

Velký Borek verbindet historische Weinbaukultur mit geschützten Feuchtgebieten und einer ausgeschilderten Route für Radfahrende und Wandernde. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt Naturbeobachtungen, eine kulturelle Entdeckung und eine aktive Tagestour miteinander verbinden möchten, bietet der Ort dafür mehrere klar unterscheidbare Themen.

Weinbaugeschichte in Turbovice

Ein besonderer kultureller Bezugspunkt ist die Weinbergsiedlung Turbovice. Zu ihr gehört ein zweigeschossiges barockes Gebäude aus den Jahren 1726–1727. Ebenfalls zur Siedlung gehören zweistöckige, in den Fels gehauene Keller mit einem 48 Meter tiefen Brunnen. Die Siedlung vereint damit ein barockes Gebäude, in den Fels gehauene Keller und einen tiefen Brunnen als unterschiedliche Zeugnisse des historischen Weinbaus.

Die Weinbergsiedlung Turbovice ist Teil der Gemeinde Velký Borek. Zusammen mit den Weinbergen Trautmanka und Šternberka gehört sie zu den südlichsten Weinbergen, die historisch zu Mělnicko gehören. Für Sie entsteht dadurch ein konkreter Zugang zu einer Landschaft, in der Weinbaugeschichte und regionale Ortsbezeichnungen eng miteinander verbunden sind.

Radfahren und Wandern auf der Route 8278

Die 11,5 Kilometer lange Radwanderroute 8278 beginnt an einer Kapelle in Velký Borek und endet in Nebužely. Sie kann sowohl von Radfahrenden als auch von Wandernden genutzt werden. Die beiden Orte und die exakt angegebene Streckenlänge erleichtern Ihnen die Orientierung bei der Auswahl einer passenden Unternehmung, ohne die Route mit einer bestimmten Schwierigkeit oder Gehzeit zu bewerten.

In Velký Borek befindet sich außerdem die restaurierte und gut gepflegte Nischenkapelle des heiligen Wenzel, auf Tschechisch Výklenková kaplička sv. Václava. Sie liegt außerhalb markierter Wanderwege. Dieses Detail ist für Ihre Planung wichtig: Die Kapelle gehört zur örtlichen Kulturlandschaft, ist aber nicht als Ziel an einem markierten Wanderweg einzuordnen.

Geschützte Natur im Katastergebiet

Das Schutzgebiet Polabská černava umfasst das Katastergebiet Velký Borek. Es schützt Feuchtgebiets- und Wiesengesellschaften, darunter kalkreiche Moore und Eschen-Erlen-Auenbestände. Außerdem beherbergt Polabská černava seltene und gefährdete Pflanzen sowie die Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior).

Auch das Schutzgebiet Dolní Pšovka umfasst das Katastergebiet Velký Borek. Dort stehen kleine Wasserläufe, Wasserflächen und die damit verbundenen Feuchtgebiete mit besonders geschützten Pflanzen- und Tierarten unter Schutz. Zu den geschützten Lebensräumen gehören die Typen 3140 – Hart oligo-mesotrophe Gewässer mit Armleuchteralgenvegetation, 6430 – Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe sowie 91E0 – Eschen- und Erlen-Auenwälder des gemäßigten und borealen Europas.

Die beiden Schutzgebiete setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Polabská černava steht für kalkreiche Moore, Eschen-Erlen-Auenbestände und Wiesengesellschaften; Dolní Pšovka ergänzt diese Landschaft um kleine Wasserläufe, Wasserflächen und die damit verbundenen Feuchtgebiete. So reicht das geschützte Spektrum von nassen Wiesen und Mooren bis zu Auenwäldern und offenen Wasserbereichen.

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