Trhový Štěpánov: Geschichte, Kultur und Radwege entdecken
Trhový Štěpánov verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte mit sakraler Kunst, einem frei zugänglichen jüdischen Friedhof und konkreten Möglichkeiten für Radfahrer. Dazu kommen der Aussichtsturm Na Pasece und eine Erholungszone auf dem Hügel Paseka. Wenn Sie für Ihre Reise unterschiedliche Interessen verbinden möchten, finden Sie hier historische Spuren, Landschaft und lokale Traditionen in gut unterscheidbaren Themen.
Natur, Aussicht und Radfahren
Der Aussichtsturm Na Pasece steht auf dem Hügel Paseka auf 516 m Höhe, etwa 1 km nordwestlich von Trhový Štěpánov. Auf demselben Hügel befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch eine Erholungszone mit einem Lehrpfad zur Geschichte des Steinbruchwesens und des Uranabbaus. Der Lehrpfad ergänzt den Aussichtspunkt um einen Einblick in die industrielle Vergangenheit des Ortes.
Für eine aktive Orientierung bietet sich der Radweg 8243 an. Er verbindet Trhový Štěpánov über das Rehabilitationsinstitut Kladruby mit Tehov. Der asphaltierte Radweg 8243 ist für Rollstuhlnutzer, Radfahrer und Inline-Skater geeignet. Damit lässt sich die Wahl einer Unterkunft auch danach ausrichten, ob Sie historische Besichtigungen mit einer dokumentierten Route verbinden möchten.
Stadtgeschichte und sakrale Kunst
Bischof Tobiáš von Bechyně erhob Trhový Štěpánov im Jahr 1290 zur Stadt. Vom ehemaligen Schloss von Štěpánov sind Mauerreste und ein Stein des Schlosstors von 1668 erhalten. Die Überreste verweisen auf eine frühere Epoche, während die Kirche St. Bartholomäus verschiedene Bau- und Ausstattungsschichten sichtbar macht.
Die Kirche St. Bartholomäus stammt aus der Zeit nach der Mitte des 14. Jahrhunderts und weist neugotische Veränderungen auf. Im Inneren befinden sich gotische Wandmalereien mit Brustbildern von Propheten in Medaillons. Zum Areal gehören außerdem eine Friedhofsmauer mit verzierten Toren und eine Nischenkapelle. So können Sie bei einem Rundgang nicht nur die Kirche selbst, sondern auch ihre ergänzenden architektonischen Details beachten.
Der jüdische Friedhof von Trhový Štěpánov ist frei zugänglich. Auf dem geschützten, sehr langgestreckten Areal befinden sich Grabsteine aus dem frühen 18. Jahrhundert. Eine steinerne Umfassungsmauer mit Eingangshaus fasst den Friedhof ein. Für die Planung eines kulturgeschichtlichen Besuchs ist diese Kombination aus Zugänglichkeit, frühem Grabsteinbestand und klar erkennbarer Einfassung besonders relevant.
Museum und lokale Tradition
Das Muzeum Štěpánovska befindet sich in einem Gebäude, das als eines der ältesten in Trhový Štěpánov gilt. Sie können das Museum nach vorheriger telefonischer Vereinbarung besichtigen. Die Galerie Josefa Tříška wurde 2012 in das Muzeum Štěpánovska verlegt und am 23. Juni der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer den Aufenthalt stärker auf Ortsgeschichte und Kunst ausrichten möchte, kann diese beiden Angebote daher gemeinsam berücksichtigen.
Als weiterer lokaler Akzent steht das Štěpánovské vinobraní für ein beliebtes lokales Weinlesefest, das in einem weiteren Jahrgang stattfindet. Es ergänzt die historischen Sehenswürdigkeiten um eine regionale Tradition und erweitert die möglichen Schwerpunkte Ihrer Reise über Bauwerke und Landschaft hinaus.
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