Štíhlice
Štíhlice zwischen Ortsgeschichte und Waldlandschaft
Štíhlice spricht Besucher an, die einen Ort nicht nur über seine heutige Gestalt, sondern auch über seine Spuren in der Landschaft kennenlernen möchten. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1358. Zugleich führen die markierten Wege durch das Katastergebiet und in die westlichen Waldflächen. So treffen in Štíhlice archäologische Zeugnisse, dörfliche Erinnerungsorte und eine von Bächen und Wäldern geprägte Umgebung aufeinander.
Lažany und die älteren Spuren des Ortes
Ein besonderer Schwerpunkt ist die archäologische Stätte Lažany im Katastergebiet von Štíhlice. Sie ist als bedeutende archäologische Lokalität eingestuft und umfasst die Überreste einer untergegangenen mittelalterlichen Siedlung mit einer Feste und mehreren Höfen. Lažany befindet sich am Waldrand westlich der Straße, die die Černokostelecká-Straße mit Štíhlice verbindet.
Damit steht in Štíhlice nicht nur ein einzelnes historisches Datum im Vordergrund. Die Jahreszahl 1358 verweist auf die lange schriftliche Geschichte des Ortes, während Lažany eine deutlich ältere, heute vergangene Siedlungsstruktur erkennen lässt. Wer sich für mittelalterliche Landschaften und die Entwicklung von Dörfern interessiert, findet hier zwei unterschiedliche historische Ebenen innerhalb desselben Katastergebiets.
Dorfdetails mit eigener Geschichte
Auch im Ortsbild selbst gibt es mehrere markante Bezugspunkte. Die Lípa Svobody auf dem Dorfplatz von Štíhlice wurde im November 1918 gepflanzt. Drei alte Linden gelten als lokale Natursehenswürdigkeit. Außerdem steht die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk in Štíhlice als neue Kopie; die ursprüngliche Statue wurde gestohlen.
Die Glocke von Štíhlice befindet sich auf einer Anhöhe im Ortszentrum an der Straße nach Kozojedy. Davon zu unterscheiden ist die Säulenglocke von Štíhlice, die aus dem Jahr 1891 stammt und anstelle einer älteren hölzernen Glocke errichtet wurde. Zusammen bilden diese Orte und Objekte eine anschauliche Folge kleiner Entdeckungen: Dorfplatz, Anhöhe, Linden und historische Zeugnisse liegen als unterschiedliche Themen der Ortsgeschichte nebeneinander.
Dolánky, Šembera und Wege durch das Katastergebiet
Für naturbezogene Ausflüge sind die Wälder von Dolánky wichtig, zu denen Štíhlice den Zugang bildet. Nach der Gemeindebeschreibung besitzen sie einen Charakter, der dem Šumava-Gebiet ähnelt. Der Bach Šembera prägt diese Wälder und speist zu einem großen Teil die Bäche von Štíhlice. Damit lässt sich die Landschaft nicht nur über ihre Waldflächen, sondern auch über ihre Gewässer und deren Zusammenhang beschreiben.
Radfahrer können zwischen mehreren markierten Strecken unterscheiden. Die Fahrradroute Nr. 0089 zweigt in Štíhlice von dieser Route ab und führt auf der Straße II/113 nach Doubravčice. Die markierte Hauptfahrradroute Nr. 1 verläuft durch das Katastergebiet von Štíhlice zunächst auf der Straße II/113 von Mukařov nach Štíhlice und anschließend auf der Straße III/11312 nach Vyžlovka; danach setzt sie sich nach Jevany fort. Zusätzlich verläuft eine markierte rote Wanderroute durch die Waldflächen im westlichen Teil des Katastergebiets.
Für Ihre Reiseplanung ergibt sich dadurch eine klare Auswahl zwischen Ortsgeschichte, archäologischer Recherche, Radfahren und einer Wanderung durch die westlichen Wälder. Wenn Sie Ihre Suche über Štíhlice hinaus fortsetzen möchten, können Sie außerdem Měšice, Čestlice, Vlkančice, Dřevčice, Slustice, Lhota, Předboj und Konětopy vergleichen.
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