Pozdeň entdecken
Pozdeň verbindet eine lange Ortsgeschichte mit lebendigen Traditionen, einer offiziellen Radroute und dem Landschaftsbezug zum Naturpark Džbán. Wenn Sie Kultur, regionale Feste und eine klar umrissene Fahrradrunde miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Für die Planung lassen sich damit einzelne Kulturstopps, ein Veranstaltungstermin und eine längere Radrunde getrennt voneinander betrachten.
Kirche, Denkmäler und Ortsgeschichte
Im Mittelpunkt der Ortsgeschichte steht die Kirche der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers. Jaroslav Plichta von Žerotín ließ sie im Jahr 1289 errichten. Zwischen 1847 und 1858 wurde die Kirche von Václav Štraybl aus Vrané im Barockstil in ihre heutige Gestalt umgebaut. Zum Kirchenraum gehört außerdem der Marmor-Hauptaltar, den Kanonikus Jan Bernard der Kirche 1879 stiftete. Die Baugeschichte verbindet dabei mehrere Zeitschichten: Auf die Errichtung im Jahr 1289 folgte der barocke Umbau, während der Marmoraltar ein späteres Ausstattungsdetail ergänzt.
Nahe dem Ortszentrum steht eine barocke Sandsteinstatue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1746. Sie wurde 1996 restauriert. Das Kriegerdenkmal neben der Bushaltestelle am Gemeindeamt erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 sowie an die Opfer der deutschen Besatzung in den Jahren 1939 bis 1945. Zwischen 2022 und 2024 wurde es instand gesetzt und neu eingefriedet.
Traditionen im Jahreslauf
Die örtliche Jugend veranstaltet jedes Jahr im Mai die Staročeské máje. Dazu gehören ein Umzug junger Menschen in Trachten mit Musikern und ein Bürgerumzug, an dem auch Besucher aus umliegenden Gemeinden und Städten teilnehmen. Der örtliche SK Slavoj Pozdeň veranstaltet außerdem an jedem zweiten Samstag im März die Šibřinky. Die beiden Termine liegen in verschiedenen Monaten und machen die örtlichen Bräuche zu unterschiedlichen saisonalen Anlässen: Im Mai stehen Umzüge im Mittelpunkt, im März die Šibřinky.
Radroute und Landschaft
Die offizielle Radroute 12–Peruc ist 45 Kilometer lang, beginnt und endet in Pozdeň und verläuft über Straßen und Waldwege. Damit bietet sie für Ihre Planung eine genau beschriebene Rundroute mit Pozdeň als Start- und Endpunkt. Die Kombination aus Straßen und Waldwegen ist für die Planung der Runde eine konkrete Information, weil sie unterschiedliche Untergründe zusammenführt.
Pozdeň gehört zu den Gemeinden, die die Grenze des Naturparks Džbán markieren. Der Naturpark wurde 1994 wegen seines außergewöhnlichen und gut erhaltenen Landschaftscharakters ausgewiesen. Der Naturpark ist damit ein eigenständiger Landschaftsbezug neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten des Ortes. So lässt sich Pozdeň sowohl über seine Bau- und Erinnerungskultur als auch über den Landschaftsraum Džbán betrachten.
Weitere besondere Erlebnisse
Bei Pozdeňské pádlo handelt es sich um ein Kanuturnier auf dem durch das Ortszentrum von Pozdeň fließenden Bach. Die beschriebene Strecke führte von der Kreuzung unterhalb der Kirche zu einem Wehr und anschließend flussaufwärts zurück.
Für die regionale Orientierung verbindet die Buslinie 588 Slaný, Srbeč und Milý und bedient Pozdeň an Werktagen. Für Ihre weitere Recherche können Sie außerdem Dřetovice, Želenice, Žižice, Zákolany, Třebichovice, Zájezd, Hřebeč und Doksy betrachten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kladno.
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