Neustupov – Schloss, Friedhof und Tallandschaft
Neustupov verbindet eine klar erkennbare Ortsgeschichte mit einer Tallandschaft aus Wäldern, Hügeln, Teichen und fruchtbaren Feldern. Für Sie liegen hier historische Bauwerke, ein jüdischer Friedhof und eine Fahrradstrecke in einem gemeinsamen Ortsbild. Die Entwicklung reicht von der gotischen Festung aus dem 12. Jahrhundert bis zum Renaissancebau und zu späteren Ergänzungen. So lassen sich Kulturgeschichte, Landschaft und Bewegung miteinander verbinden. An Schloss Neustupov treffen mittelalterliche Festungsreste, Renaissanceformen und spätere Ergänzungen zusammen.
Schloss, Kirche und Kapelle
Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Neustupov ist als Kulturdenkmal geschützt. Schloss Neustupov ist ein zweiflügeliger Renaissancebau. In seinem Eingangsflügel liegt eine Arkade, ein polygonaler Eckturm wurde später hinzugefügt. Die Eingangshalle gehört zur ursprünglichen gotischen Festung aus dem 12. Jahrhundert. Im Osttrakt sind das Erdgeschoss, ein Teil des ersten Obergeschosses und mehrere Portale der älteren Festung erhalten. An den Außenfassaden zeigen sich Reste von Renaissance-Sgraffito. Festungsbestand, Renaissanceformen und spätere Ergänzungen treten damit an einem Bau zusammen. Die erhaltenen Bauteile setzen verschiedene Schwerpunkte: Eingangshalle, Portale und Erdgeschoss gehören zur älteren Substanz; Arkade, Eckturm und Sgraffito stehen für die späteren Bauformen. Für Ihren Rundgang durch den Ort bietet diese Verbindung konkrete architektonische Bezugspunkte.
Die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk wurde 1852 an der oberen Ecke des Neustupover Marktplatzes errichtet. Neben Schloss Neustupov steht die Kaplířova lípa, die mehr als 600 Jahre alt ist. Der Baum ergänzt die historische Architektur um ein außergewöhnlich altes Naturdenkmal. Bei einer Erkundung von Neustupov begegnen Ihnen dadurch Sakralbau, Schlossanlage, mittelalterliche Bauteile, Renaissancegestaltung und ein markanter Baum in unterschiedlichen Teilen des Ortes.
Jüdischer Friedhof und Tallandschaft
Der jüdische Friedhof von Neustupov bewahrt rund 200 Grabsteine und eine rekonstruierte Leichenhalle. Er liegt 1 km nordwestlich der Stadt zwischen Feldern und ist frei zugänglich. Die Lage zwischen den Feldern setzt einen ruhigen landschaftlichen Akzent neben den historischen Bauwerken. Durch diese Lage steht der Friedhof zugleich in einem deutlichen Gegensatz zur Architektur von Schloss, Kirche und Marktplatz. Neustupov liegt in einer von Wäldern, Hügeln, Teichen und fruchtbaren Feldern umgebenen Tallandschaft. Dadurch wechseln sich bei der Erkundung des Ortes historische Ziele und offene Landschaftsbilder ab.
Radweg und geografische Orientierung
Der Radweg 0042 verläuft durch Neustupov auf der Strecke Sedlec-Prčice–Heřmaničky–Oldřichovec–Neustupov–Jankov. Für Ihre Routenplanung ist damit ein konkreter Verlauf durch den Ort gegeben. Die Abfolge von Sedlec-Prčice über Heřmaničky und Oldřichovec bis Jankov ordnet Neustupov in eine längere Verbindung ein. Für Radfahrende ist dadurch erkennbar, dass der Ort nicht nur als einzelner Besichtigungspunkt, sondern auch als Teil einer Strecke betrachtet werden kann. Zusätzlich liegt Neustupov etwa 3 km von der Staatsstraße Benešov–Tábor entfernt, in Richtung Mladá Vožice. Diese Entfernung hilft bei der geografischen Einordnung und bei der Planung einer Anfahrt, ohne die historische und landschaftliche Eigenart des Ortes aus dem Blick zu verlieren.
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