Modřovice – Geschichte, Pilgerweg und Wasser

Modřovice zwischen Geschichte und Wasser

Modřovice verbindet mehrere Ebenen der Ortsgeschichte mit markanten Punkten im heutigen Ortsbild. Im Zentrum liegt der Hrádecký rybník, durch den Ort fließt der Bach Modřejka. Hinzu kommen die Spuren der ehemaligen Feste, drei gusseiserne Kreuze und ein Abschnitt des Pilgerwegs von Březnice zur Svatá Hora. Wenn Sie bei Ihrer Reise historische Details, religiöse Kultur und Landschaft miteinander verbinden möchten, bietet der Ort dadurch unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Planung.

Feste und Kreuze im Ortsbild

Die Feste von Modřovice verfiel vermutlich nach 1510. Am Standort der ehemaligen Feste im Südwesten von Modřovice steht ein als „špejchar“ bezeichnetes Getreidespeichergebäude. Gegenüber befindet sich ein ehemaliger Schafstall. Die beiden Gebäude gehören damit zu den konkreten Bezugspunkten rund um den früheren Festenstandort. Ihre historische Einordnung bleibt dabei erhalten: Aus der früheren Nutzung lässt sich keine heutige Nutzung oder ein zugängliches Besucherangebot ableiten.

Im Zentrum von Modřovice stehen drei gusseiserne Kreuze bei den Hausnummern 41, 18 und 15. Das Kreuz bei Hausnummer 15 trägt die eingemeißelte Jahreszahl 1883. Der steinerne Sockel mit dieser Jahreszahl wurde 2017 auf den Holý vrch versetzt. Zusammen mit dem früheren Festenstandort verteilen sich die historischen Bezugspunkte über verschiedene Teile des Ortes und verbinden zentrale Ortsdetails mit einem Punkt außerhalb des Zentrums.

Der Pilgerweg von Březnice zur Svatá Hora

Die siebte Station des Pilgerwegs von Březnice zur Svatá Hora liegt im Katastergebiet von Modřovice. Ihre Bildsprache verändert sich je nach Gehrichtung: In Richtung Příbram zeigt sie die Darstellung „Zatčení Krista v zahradě Getsemanské“, auf dem Rückweg die heilige Agnes von Böhmen, die Schutzpatronin Böhmens. Dadurch ist die Station nicht nur als Punkt eines historischen Weges, sondern auch durch zwei unterschiedliche religiöse Darstellungen geprägt.

Zum Verlauf gehört außerdem eine ausdrücklich erkennbare Lücke: Die achte Kapelle dieses Pilgerwegs ist nicht erhalten. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus ein Nebeneinander von erhaltenem Stationsbezug und überlieferter Verlustgeschichte. Wer den Weg thematisch einordnet, findet in Modřovice daher sowohl ein konkretes Bildmotiv als auch einen Hinweis auf die Veränderungen, die der historische Verlauf erfahren hat.

Wasser und Orientierung

Der Hrádecký rybník liegt im Zentrum von Modřovice und bildet dort einen klaren Orientierungspunkt. Der Bach Modřejka fließt durch Modřovice und ergänzt den Teich als zweites landschaftliches Element im Ortsbild. Der zentrale Teich und der durch Modřovice fließende Bach prägen das Ortsbild auf unterschiedliche Weise: Der Teich liegt zentral, während der Bach den Ort durchquert.

Auch die Straße III/1911 hilft bei der räumlichen Einordnung. Sie führt von Příbram über Třebsko, Modřovice und Chrást nach Březnice. Die erste schriftliche Erwähnung von Modřovice stammt aus dem Jahr 1367 und verzeichnet die Einsetzung des Plebans Matěj in die Pfarrei von Třebsko. So treffen im Ort ein historischer Straßenverlauf, kirchengeschichtliche Überlieferung, Wasser und sichtbare Einzeldenkmale aufeinander.

Weitere Orte

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Příbram.

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