Horousany: Dorfgeschichte, Teich und Veranstaltungen

Wasser als Mittelpunkt

Horoušany liegt auf 216 Metern Höhe am Zusammenfluss des Horoušanský potok und des Jirenský potok. Der Ort ist um den Horoušanský rybník angeordnet; das Ortszentrum liegt an seinem rechten Ufer. Der Teich befindet sich im Herzen der Gemeinde im Okres Praha-východ, umfasst 2,8 Hektar und dient derzeit vor allem dem Sportfischen. Dabei wird nach dem Prinzip „Fangen und Freilassen“ geangelt. Wenn Sie Horoušany für Ihre Reiseplanung betrachten, treffen hier Wasserbezug, Dorfmitte und historische Ortsgeschichte unmittelbar aufeinander.

Dorfplatz und Denkmäler

Im Ortskern steht auf der Dorfplatzanlage ein Ensemble aus einer steinernen Glockenturmkapelle und einem gusseisernen Kreuz auf einem steinernen Sockel. Beide Bestandteile stehen unter Denkmalschutz. Die gemauerte, rechteckige Glockenturmkapelle stammt aus dem 19. Jahrhundert und bildet faktisch das Zentrum der Gemeinde. Auf dem etwa dreieckigen Dorfplatz steht außerdem ein Sandsteinkreuz mit einer eingemeißelten Christusdarstellung. Es ist auf das Jahr 1812 datiert und als unbewegliches Kulturdenkmal geschützt. Am oberen Ende befinden sich ein lateinisches Kreuz mit einem Relief der Kreuzigung sowie eine Schriftrolle mit der eingravierten Inschrift „INRI“.

Erinnerungsorte und Sandsteintradition

Zu den markanten historischen Orten zählt der Šámal-Hof, Hausnummer 22 in der Baumanova-Straße nahe der ehemaligen Schule. Er gilt als eines der interessantesten erhaltenen Beispiele der ursprünglichen Bebauung von Horoušany. Eine Gedenktafel erinnert an Otakar Šámal, der 1942 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. An der Kreuzung Baumanova x U Mlýna erinnert ein Gedenkstein mit Tafel an Břetislav Bauman und seine Ehefrau Emílie. Das darunterliegende Gebäude ist eine ehemalige zum Mühlenhof Nr. 11 gehörende Scheune, in der das Ehepaar vor und während des Zweiten Weltkriegs lebte und wirtschaftete. Břetislav Bauman wurde dort am 15. Juli 1942 von der Gestapo verhaftet.

Auch der Sandstein nordöstlich von Horoušany gehört zur Geschichte des Ortes. Ein dortiger Steinbruch wurde vor Mitte Juli 1372 für die Gewinnung von Sandstein zum Bau einer Prager Kathedrale freigegeben. Der Stein aus diesem Gebiet wurde später auch zu bedeutenden mittelalterlichen Bauwerken in Prag transportiert.

Feuchtgebiete und Veranstaltungen im Jahreslauf

Oberhalb von Horoušany sind am Jirenský potok teilweise erhaltene Feuchtgebiete und Schilfbestände vorhanden. Nördlich des ehemaligen Gutshofs liegt ein zweiter Dorfplatz mit einem Kinderspielplatz, einem Brunnen und großen Weiden. Der Veranstaltungskalender setzt weitere saisonale Akzente: Die traditionellen eintägigen „Hudební slavnosti obce Horoušany“ finden einmal jährlich in der ersten Junihälfte am U Parku statt, die „Pivní slavnosti“ einmal jährlich in der zweiten Julihälfte im Garten des Gemeindegasthauses A. Basaře. Das „Letní kino“ wird einmal jährlich in der zweiten Junihälfte am U Parku veranstaltet; eine weitere Ausgabe als „Letní kino (rozloučení s prázdninami)“ findet in der zweiten Augusthälfte ebenfalls am U Parku statt. Der traditionelle eintägige „Sportovní den“ folgt einmal jährlich in der ersten Septemberhälfte in der Nähe des Mehrzweck-Sportplatzes. Als datierter historischer Termin ist außerdem der als traditionell bezeichnete Herbstmarsch „Horoušanská Gumáka“ dokumentiert, der am Samstag, dem 20. Oktober 2018, in Horoušany stattfand.

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