Drahobudice: Archäologie, Kirche und Radroute

Drahobudice ist ein Ort für alle, die auf einer Reise durch Tschechien Geschichte nicht nur in großen Städten suchen. Archäologische Spuren, eine spätbarocke Kirche, ein Beinhaus mit erhaltenem Fresko und eine beschriebene Radrundroute liegen in einer überschaubaren Folge von Entdeckungen. Dazu kommt eine geschützte Linde, die mit ihren Maßen und ihrer markanten Erscheinung ein eigenes Wahrzeichen des Ortes bildet.

Archäologische Spuren direkt im Ort

Die archäologische Stätte Drahobudice liegt direkt im Ort auf einer Anhöhe nahe der Kirche Nejsvětější Trojice, im Bereich Na Valech. Sie ist als bedeutende archäologische Fundstelle der Kategorie ÚAN I eingestuft. Zur Stätte gehören ein Graben und undeutliche Reste von Wällen. Gerade diese zurückhaltend erhaltenen Formen verlangen keinen langen Ausflug zu einem abgelegenen Ziel: Sie geben dem Ortsbild eine historische Ebene, die sich beim Rundgang aufmerksam erschließt.

Nejsvětější Trojice und das Beinhaus

Die Kirche Nejsvětější Trojice wurde 1753–1754 im spätbarocken Stil von I. J. Palliardi erbaut. Ihr Standort verweist zugleich auf eine ältere Geschichte: Das heutige Gotteshaus entstand dort, wo sich zuvor eine Kirche gotischen Ursprungs befand. Mehrere Renaissance-Grabsteine der früheren Kirche sind in die ehemalige Friedhofsmauer eingelassen. Damit treffen an einem Ort verschiedene historische Schichten aufeinander, die sich bei einer kulturellen Besichtigung miteinander verbinden lassen.

Hinter dem Presbyterium an der Ostseite der Kirche steht das Beinhaus von Drahobudice. Dort ist ein Fresko aus dem Jahr 1765 erhalten. Es zeigt Christus am Kreuz sowie die Jungfrau Maria und den heiligen Johannes den Evangelisten. Die genaue Lage hinter dem Presbyterium hilft Ihnen, dieses kleinere Bauwerk im Zusammenhang mit der Kirche einzuordnen, ohne seine eigenständige kunsthistorische Besonderheit zu übersehen.

Die Vavřinecká dvacítka mit Abschnitt durch Drahobudice

Auch für eine Radtour bietet der Ort einen klar beschriebenen Bezugspunkt. Die 22 Kilometer lange Radrundroute Vavřinecká dvacítka beginnt und endet in Zásmuky und führt bei Kilometer 15 durch Drahobudice. Auf ihrem Verlauf nutzt sie Fußwege, Waldwege und asphaltierte Straßen. Im Abschnitt durch Drahobudice führt die Route zu einem Abstecher zur örtlichen Kirche. Anschließend verläuft sie zwischen Feldern auf einem ebenen Abschnitt nach Bečváry weiter. Die unterschiedlichen Streckenabschnitte erleichtern die Orientierung bei der Planung einer Tour mit Kultur- und Landschaftseindrücken.

Eine geschützte Linde als Ortsmerkmal

Die geschützte Linde Lípa v Drahobudicích steht wegen ihres außergewöhnlichen Wuchses, ihres ästhetischen Wertes und ihrer Funktion als markante Landmarke unter Schutz. Eine Messung aus dem Jahr 2009 nennt eine Höhe von 17 Metern und einen Stammumfang von 284 Zentimetern. Die Krone ist 14 Meter hoch und 13 Meter breit. Die konkreten Maße machen die Linde zu einem besonders anschaulichen Naturdetail innerhalb des Ortes und ergänzen die archäologischen und kirchlichen Sehenswürdigkeiten um einen lebenden Bezugspunkt.

Weitere Orte im selben Ortsbereich

Wenn Sie Ihre Recherche über Drahobudice hinaus fortsetzen möchten, finden Sie auf derselben Ebene auch Zalešany, Tismice, Choťovice, Kšely, Dobřichov, Rostoklaty, Klášterní Skalice und Mrzky.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kolín.

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