Chotilsko am Slapy-Stausee
Chotilsko verbindet die heutige Seenlandschaft der Vltava mit Aussichtstürmen, Museen und historischen Wegen. Bei Chotilsko bildet die Vltava heute die Seefläche des Stausees Slapy. Entlang des überfluteten Vltava-Tals ließ der Stausee mehrere Erholungsgebiete entstehen. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein vielseitiges Bild: Sie können sich mit der Landschaft von oben beschäftigen, die Geschichte der Region kennenlernen oder markierten Wegen und kulturellen Spuren folgen.
Die Landschaft von Aussichtstürmen erleben
Auf dem Veselý vrch bei Mokrsko steht ein 42 Meter hoher Stahlturm. Seine Aussichtsplattform befindet sich in 25 Metern Höhe und ist über 137 Stufen erreichbar. Von dort reicht der Blick über die Landschaft an der Vltava bis zu den blauen Windungen des Slapy Lake. Der Aussichtsturm bietet damit eine klar beschriebene Perspektive auf den Flussraum und den Stausee.
Eine andere architektonische und landschaftliche Note hat die Drtinova rozhledna. Sie wurde 2014 auf den Fundamenten ihres zuvor beschädigten Vorgängerbaus neu errichtet. Die Holzkonstruktion verfügt über eine überdachte Aussichtsplattform in 21 Metern Höhe und ist über 109 Stufen erreichbar. Aus 20 Metern Höhe bietet sie einen Blick auf die Landschaft des mittleren Vltava-Gebiets.
Vltava-Geschichte und ländliches Leben
In Chotilsko befindet sich die Dauerausstellung „Z historie staré Vltavy“. Sie behandelt den Flussabschnitt von Zvírotice bis zu den ehemaligen Svatojánské proudy. Die Ausstellung ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich und umfasst etwa 200 Quadratmeter. Im Gebäude befindet sich außerdem ein Museum des Ballonflugs. Damit widmet sich der Ausstellungsort sowohl der historischen Vltava-Landschaft als auch einem eigenständigen Thema der Luftfahrt.
Das Špýchar-Museum in Prostřední Lhota befindet sich in einem viergeschossigen Barockgebäude aus dem Jahr 1770. Es präsentiert das Leben der ländlichen Bevölkerung des mittleren Vltava-Gebiets im 19. und 20. Jahrhundert. Der archäologische Teil der Ausstellung behandelt die frühe Geschichte der Region im Zusammenhang mit dem Abbau und der Verarbeitung von Gold. Das Museum des ländlichen Lebens in Prostřední Lhota ist von der Hauptstraße II/102 sowie über den Lehrpfad Zlaté Psí hory und einen blau markierten Wanderweg erreichbar. Der Lehrpfad Zlaté Psí hory vermittelt anhand alter und neuer Bergbauanlagen weitere Einblicke in die regionale Geschichte des Goldabbaus.
Kirche, Radweg und geschützte Landschaft
Auch Živohošť erweitert das kulturelle Bild der Umgebung. Die Kirche des heiligen Fabian und des heiligen Sebastian zählt zu den ältesten kirchlichen Denkmälern der Region. Sie war ursprünglich romanisch, wurde im 14. Jahrhundert gotisch umgestaltet und 1860 in den pseudoromanischen Stil überführt. Die Kirche liegt am Anfang oder Ende des europäischen Radwegs Nr. 7, der Vltavská-Route.
Am linken Ufer der Vltava zwischen Smilovice und Kobylníky schützt das Naturreservat Vymyšlenská Pěšina warme felsige Hänge mit Zwerg-Eichenwäldern und Felssteppe. Der Lehrpfad Vymyšlenská Pěšina verläuft am Rand des gleichnamigen Naturreservats. Für Familien mit unterschiedlichen Interessen lässt sich die Ortswahl dadurch nach dem gewünschten Schwerpunkt betrachten: Wasserlandschaft, Aussicht, regionale Geschichte oder ein Weg durch eine besonders beschriebene Landschaft.
Unterkunft in Chotilsko gezielt einordnen
Wenn Sie eine Unterkunft in Chotilsko suchen, sollten Sie die Lage der einzelnen Erlebnisse in Ihre Auswahl einbeziehen. Die Ziele liegen in Chotilsko, bei Mokrsko, in Prostřední Lhota und Živohošť sowie im Bereich zwischen Smilovice und Kobylníky. So bleibt erkennbar, ob Ihr Aufenthalt vor allem von der Ausstellung „Z historie staré Vltavy“, dem Blick auf den Slapy-Stausee, historischen Denkmälern oder den Themen Goldabbau und Naturschutz geprägt sein soll. Für die aktuelle Planung ist außerdem wichtig: Der TEPfactor-Standort in Chotilsko wird dauerhaft geschlossen und ins Ausland verlegt; Reservierungen werden in Prag angenommen.
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