Kobeřice Ve Slezsku entdecken

Kobeřice Ve Slezsku verbindet die Kulturregion Hlučínsko mit einer abwechslungsreichen Landschaft und ungewöhnlich vielfältigen Zeugnissen regionaler Geschichte. Der Ort liegt in der Hlučínská pahorkatina im Tal des Bílý potok, der den Namen Oldřišovský potok trägt. Für die Wahl einer Unterkunft bietet Kobeřice damit einen Ausgangspunkt, an dem sich Kulturdenkmäler, Radstrecken und ein bemerkenswertes Naturgebiet zu unterschiedlichen Reiseideen verbinden lassen.

Kirche, Getreidespeicher und dörfliche Baukultur

Ein markanter Orientierungspunkt ist die Kirche Kostel Nanebevzetí Panny Marie. Die neugotische Kirche wurde 1895–1896 an der Stelle einer älteren Holzkirche errichtet. Ihr 52 Meter hoher Turm und der dreischiffige Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes geben dem Bau eine klar erkennbare architektonische Gestalt. Zur Kirche gehört außerdem ein Kreuzweg mit 14 Stationen in gotischen Rahmen, der von der Werkstatt C. Buhla aus Breslau gefertigt wurde.

Ein anderes Bild der Ortsgeschichte zeigt die Gruppe von 13 gezimmerten Getreidespeichern in der Mlýnská-Straße. Die Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind als Zeugnisse der Volksarchitektur anerkannt. Der älteste hölzerne Getreidespeicher stammt aus dem Jahr 1777. Ergänzt wird das kulturelle Bild durch Čujkův mlýn, der in Kobeřice als technisches Denkmal und Mühlenareal ausgewiesen ist. Im westlichen Teil des Pfarrgebiets steht die Kapelle Kaple svatého Urbana unter einer jahrhundertealten, breit ausladenden Linde. Die Kapelle Kaple Nejsvětější Trojice liegt zwischen Kobeřice und Rohov.

Radwege mit unterschiedlichen Streckenführungen

Für eine aktive Erkundung stehen zwei unterschiedlich beschriebene Radrouten im Mittelpunkt. Der 16 Kilometer lange Radweg 6054 führt von Velké Hoštice über Chlebičov, Oldřišov und Služovice, an St. Urban vorbei nach Kobeřice und weiter nach Střední Dvůr und Albertovec. Die 14 Kilometer lange Radroute 552 verbindet Opava mit Racibórz, führt über Kobeřice zum Grenzübergang Strahovice/Krzanowice und verläuft abseits von Straßen für Kraftfahrzeuge. Je nach gewünschter Streckenführung können Sie damit eine Route durch mehrere Orte oder eine Verbindung in Richtung Grenze in die Reiseplanung einbeziehen.

Naturraum und besondere Termine

Die Kobeřické motýlí stráně sind wärmeliebende Trockenrasen an einem Hang des Gipssteinbruchs bei Kobeřice. Dort kommen geschützte und gefährdete Arten vor; außerdem leben dort bis zu 32 Arten tagaktiver Schmetterlinge. Während der Schafbeweidung sollten Besucher nicht in die eingezäunten Bereiche gehen. Diese klare Einschränkung gehört zur Orientierung vor einem Besuch des Naturgebiets.

Rund um den 15. August findet jährlich das dreitägige Wochenendfest Koberský odpust statt. Der Termin fällt auf den Festtag der Kirchenpatronin von Kostel Nanebevzetí Panny Marie. Zum Fest gehören ein Lunapark, Verkaufsstände, ein umfangreiches Kulturprogramm und Vorführungen im Sommerkino.

Weitere Orte für Ihre Recherche

Für die weitere Suche nach passenden Reisezielen können Sie auch Mokré Lazce, Chlebičov, Služovice, Kyjovice, Filipovice, Velké Heraltice, Litultovice und Nové Lublice betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Opava.

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