Tyniste Nad Orlici – Waldwege, Natur und Kultur

Týniště nad Orlicí ist von Kiefernwäldern umgeben und trägt die häufige Bezeichnung „Město v lesích“ („Stadt im Wald“). Für Sie verbindet der Ort eine waldgeprägte Umgebung mit historischen Spuren, regionaler Kunst und Wegen, deren Themen von Aussicht und Wasser bis zu geschützten Lebensräumen reichen.

Waldwege und Wassererlebnisse

Der Lehrpfad Město v lesích hat 20 Stationen. Entlang der Strecke informieren QR-Codes an bedeutenden Orten über zusätzliche Inhalte auf der Website. Die Route ist als 11 Kilometer langer Spaziergang mit einer Dauer von drei Stunden und 22 Metern Höhenunterschied beschrieben. Sie gilt als für Radfahrer und Kinderwagen geeignet und verläuft auf leichtem, ebenem Asphaltgelände. Die 2014 entstandene Městská naučná stezka verbindet interessante Orte im Zentrum von Týniště nad Orlicí und in seiner unmittelbaren Umgebung. Für einen Ausflug am Wasser bietet Kemp Písák natürliches Baden in der Wasserfläche eines natürlichen Sandsees.

Geschützte Landschaften entdecken

Das Gebiet Týnišťské Poorličí umfasst das gesamte Areal ehemaliger Wildgehege zwischen Třebechovice pod Orebem und Týniště nad Orlicí. Es ist durch Mischwälder, Teiche und alte Eichenpflanzungen an Dämmen und entlang von Wegen geprägt. Das Vorkommen des Eremiten Osmoderma eremita ist dort insbesondere an jahrhundertealte hohle Eichen gebunden. U Glorietu ist ein geschützter Wald aus Kiefern und Eichen und überschneidet sich mit einem europäischen Schutzgebiet zum Schutz des Eremiten. U Houkvice schützt seltene Sumpfvegetation auf kiesig-sandigen Terrassen des Podorlicko, die Wasservegetation eines Systems oligomesotropher Teiche sowie alte Eichen mit einer regional besonders großen Zahl reliktischer und bioindikativ bedeutender baumbewohnender Insektenarten. Die Týnišťská borovice ist ein genetisch unterscheidbarer lokaler Typ der Waldkiefer.

Geschichte, Kunst und Aussicht

Die Vodárenská věž dient als saisonales Museum und Galerie; ihr Inneres ist für Ausstellungen und kammermusikalische Kulturveranstaltungen eingerichtet. Sie wurde von 1925 bis 1928 einschließlich der städtischen Wasserleitung und der Anbringung von Uhren errichtet. Von der Aussichtsplattform sehen Sie über die Umgebung; bei guter Sicht sind Berggipfel am Horizont zu erkennen. Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche Kostel sv. Mikuláše stammt aus dem Jahr 1361. In den Jahren 1842 und 1843 wurde sie annähernd in ihre heutige Form umgebaut, 1940 wurde ihr Turm um ein Stockwerk erhöht. Die Galerie Jaroslava Dostála wurde am 13. November 2013 eröffnet und beherbergt mehr als 200 Gemälde des örtlichen Malers Jaroslav Dostál sowie weiterer regionaler Künstler des 20. Jahrhunderts. Ein Besuch ist nach vorheriger Vereinbarung möglich. Das Virtuelle Museum präsentiert die Geschichte von Týniště nad Orlicí anhand ausgeliehener Gegenstände, Fotografien, Ansichtskarten und eigener Sammlungstätigkeit. Im 19. Jahrhundert wurde Týniště nad Orlicí zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt: Die Verbindungen von Prag nach Hanušovice entstanden 1874, die Strecke von Choceň nach Meziměstí 1875.

Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie damit unterschiedliche Schwerpunkte vergleichen: einen Spaziergang mit festen Stationen, Natur- und Gewässerschutzgebiete oder historische und künstlerische Entdeckungen. Für Ihre weitere Recherche finden Sie außerdem Lupenice, Uhřínovice, Chmelište, Licno, Trnov U Dobrusky, Potštejn, Semechnice und Polom U Potštejna.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rychnov Nad Kněžnou.

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