Světí – Ortsgeschichte, Landschaft und Lehrpfad

Světí verbindet eine vielschichtige Ortsgeschichte mit einem Teich am Bach Melounka, einem Lehrpfad zu Wasser, Wald und Feld und markanten kulturhistorischen Spuren. Wer eine Unterkunft in Světí sucht, kann den Ort deshalb über mehrere Themen kennenlernen: Landschaft, Naturbeobachtung, Sakralarchitektur und die Erinnerung an frühere Siedlungen und Ereignisse.

Teichlandschaft und Denkmalzone

Südlich von Světí liegt am Bach Melounka der Teich Rybník Mlýnek. Mit ihm ist eine ehemalige herrschaftliche Mühle verbunden. Nach volkstümlichen Überlieferungen könnte der Teich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Errichtung dieser Mühle angelegt worden sein. Die vorsichtige Überlieferungsform gehört dabei zur Geschichte des Ortes: Es handelt sich um eine mögliche historische Verbindung, nicht um eine gegenwärtige Nutzungsaussage.

Světí liegt außerdem in der Landschaftsdenkmalzone „Areál bojiště bitvy u Hradce Králové“. Ausgewiesen wurde sie durch die Verordnung Nr. 208/1996 Slg. des Kulturministeriums der Tschechischen Republik vom 1. Juli 1996. Světí gehört zu den zehn Gemeinden der Mikroregion der Gemeinden der Denkmalzone 1866, die von der entscheidenden Schlacht des Krieges von 1866 am stärksten betroffen waren.

Lehrpfad mit fünf Stationen

Eine besonders anschauliche Möglichkeit, verschiedene Seiten der Umgebung zu verbinden, bietet der Lehrpfad „Život ve vodě, lese a na poli“. Er umfasst fünf Informationsstationen; drei davon sind zusätzlich mit Bänken ausgestattet. Die Stationen führen thematisch durch Wasser, Wald und Feld und geben dem Aufenthalt eine klar erkennbare Abfolge. In der Nähe der letzten Informationstafel wurde außerdem ein Insektenhotel aufgestellt.

Der Lehrpfad „Život ve vodě, lese a na poli“ wurde am 27. September 2014 im Bereich Na Panně in Světí feierlich eröffnet.

St. Andreas und der Ortskern

Die Kirche St. Andreas in Světí ist seit dem 3. Mai 1958 als unbewegliches Kulturdenkmal geschützt. Architektonisch handelt es sich um einen ausgerichteten einschiffigen Bau mit rechteckigem Langhaus, schmalerem halbrund geschlossenem Presbyterium und prismatischem Westturm. Gerade diese klar benennbaren Bauteile machen die Kirche zu einem eigenständigen kulturellen Bezugspunkt innerhalb des Ortsbildes, ohne dass daraus Aussagen über ihre heutige Zugänglichkeit abgeleitet werden können.

Auch der mittelalterliche und neuzeitliche Ortskern von Světí besitzt eine eigene denkmalpflegerische Bezeichnung: „13-22-17/31 Světí – středověké a novověké jádro obce I“. Zur älteren Besiedlung gehören Funde aus dem Garten des Hauses Nr. 6. Dort wurden 1902 schlesische Siedlungsgruben entdeckt. Außerdem lebten in Světí bereits in der jüngeren Bronzezeit Menschen; von ihnen blieben Siedlungsgruben erhalten.

Weitere historische Spuren

Bei der Einöde Zavadilka steht die Kapelle der Heiligen Familie. Der Überlieferung zufolge zeigt sie die Rückkehr der Heiligen Familie aus Ägypten in die Heimat; laut Inschrift ließen Josef und Anna Slívkovi die Kapelle 1845 errichten.

Wenn Sie weitere Orte auf derselben Hierarchieebene betrachten möchten, finden Sie außerdem Libřice, Třebechovice Pod Orebem, Běleč Nad Orlicí, Všestary, Zábědov, Ledce, Dohalice und Jílovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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