Smidary – Schlossgeschichte, Cidlina und Radweg 4284

Smidary verbindet die Flusslandschaft der Cidlina mit anschaulichen Spuren seiner Ortsgeschichte. Das Schloss Smidary liegt am rechten Ufer des Flusses; im Zentrum bewahrt ein geschützter Bereich den letzten erhaltenen Rest eines mäandrierenden Laufs der Cidlina. Dazu kommen eine spätbarocke Kirche, eine barocke Säule, Reste der ehemaligen Befestigung und ein durch den Ort führender Radweg. Wer für einen Aufenthalt in Tschechien einen Ort mit mehreren klar unterscheidbaren Entdeckungen sucht, findet hier Kultur, Archäologie, Landschaft und Bahnanschluss auf engem thematischem Raum.

Schloss Smidary und die Geschichte am Fluss

Die Geschichte des Schlosses reicht bis zu einer Wasserfeste zurück, die zusammen mit einem Hof für das Jahr 1413 belegt ist. Eine Wasserfeste bezeichnet eine befestigte Anlage, deren Lage durch Wasser geschützt wurde. Das heutige, aus Mauerwerk errichtete Schloss ersetzte die alte Feste in den Jahren 1810 bis 1813. Damit lässt sich am selben Ort ein zeitlicher Übergang nachvollziehen: Auf die mittelalterlich belegte Befestigung folgte ein Schlossbau aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Die Lage am rechten Ufer der Cidlina gibt dieser Geschichte einen konkreten räumlichen Bezug. Wer sich für Burgen und Schlösser interessiert, kann hier deshalb unterschiedliche Bau- und Zeitschichten in die eigene Erkundung einordnen.

Kirche, Deckenmalereien und Mariánský sloup

Ein weiterer kultureller Schwerpunkt ist die Kirche des heiligen Stanislav. Sie ist eine spätbarocke Kirche aus der Zeit um 1749 und besitzt Deckenmalereien aus dem Jahr 1750 von J. Kramolín. Die beiden Angaben ergänzen sich zu einem besonders greifbaren Eindruck der Ausstattung: Die Kirche gehört in die spätbarocke Epoche, während die Malereien nur wenig später datieren.

Im Ortsbild steht außerdem das Ensemble Mariánský sloup, eine barocke Säule aus dem Jahr 1718. Zusammen mit der Kirche bietet dieser Punkt einen zweiten Zugang zur Geschichte von Smidary: Neben der Schloss- und Befestigungsgeschichte steht die religiöse und repräsentative Gestaltung des Ortes im Mittelpunkt.

Archäologische Spuren der ehemaligen Befestigung

Im archäologischen Kern von Smidary ist von der ehemaligen Befestigungsanlage ein Rundgraben erhalten. Auf der Westseite des Areals ist er am besten sichtbar. Unter dem nordwestlichen Teil der Befestigungsanlage sind außerdem T-förmige Kellerräume erhalten. Diese Überreste sollten als Spuren einer früheren Anlage verstanden werden, nicht als Hinweis auf eine vollständig erhaltene Befestigung.

Cidlina, Radweg und Bahnanschluss

Neben den Kulturdenkmälern gehört die Cidlina zum Charakter von Smidary. Zum geschützten Bereich im Zentrum zählt der letzte erhaltene Rest eines mäandrierenden Laufs des Flusses. Für aktive Erkundungen führt der Radweg 4284 durch Smidary. Damit ist Radfahren als konkrete Möglichkeit der Ortsdurchquerung dokumentiert, ohne dass daraus eine bestimmte Streckenlänge oder ein Anspruch an den Verlauf abgeleitet werden sollte.

Auch die Eisenbahn ist im Ort präsent: Die Eisenbahnlinie 040 zwischen Chlumec nad Cidlinou und Nová Paka verfügt in Smidary über einen örtlichen Bahnhof. Für die Reiseplanung sind damit ein Radweg und eine Bahnlinie als unterschiedliche Bezugspunkte vorhanden.

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