Sloupno – Schlossgeschichte an der Cidlina

Sloupno verbindet eine vielschichtige Schlossgeschichte mit der Flusslandschaft der Cidlina. Am östlichen Rand des Ortes fließt der Fluss in seinem als „Mlýnská Cidlina“ bezeichneten Flussbett. Wer für seine Reise nach Tschechien Kultur und Natur miteinander verbinden möchte, findet hier zwei klar unterscheidbare Themen: die Entwicklung einer historischen Residenz und naturnahe Bereiche entlang des Flusses.

Schloss Sloupno als Mittelpunkt der Ortsgeschichte

Die Geschichte des heutigen Schlosses reicht zu einer Renaissancefestung zurück, die um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Sloupno entstand. Später wurde sie barock erweitert und als Benediktinerresidenz zu einem Schloss umgebaut. Das heutige Schloss wurde nach der Mitte des 18. Jahrhunderts unter Abt Benno I. Löbl errichtet und diente dem Kloster Břevnov-Broumov. Einen besonders konkreten Zugang zur Baugeschichte bietet das Jahr 1748: Damals fertigte Kilián Ignác Dientzenhofer den Entwurf für das heutige Schloss Sloupno an.

Auch die weitere Entwicklung gehört zum Charakter des Ortes. Schloss Sloupno wird seit 1996 schrittweise und intensiv rekonstruiert. Die Gesamtsanierung wurde in fünf Etappen gegliedert; außerdem wurde ein Projekt zur Rettung des Kulturdenkmals erstellt. Das Objekt wurde in das tschechische Programm zur Rettung des architektonischen Erbes aufgenommen. Für die Wahl einer Unterkunft bedeutet dieser Schwerpunkt vor allem eine inhaltliche Entscheidung: Sie können Sloupno als Ziel für historische Entdeckungen betrachten oder den Ort mit der Flusslandschaft und ihren Naturmotiven verbinden, ohne beides voneinander trennen zu müssen.

Spuren von Geschichte außerhalb des Schlosses

Zu den kleineren, aber einprägsamen Ortsdetails gehört ein Denkmal für Josef Eduard Proche. Es wurde 1958 vor dem Friedhof von Sloupno errichtet. Eine weitere historische Spur führt an einen Feldweg nach Starý Bydžov: Dort steht noch heute ein Holzkreuz, das der Gutsverwalter Jiří Hovad in Auftrag gegeben hatte. Solche Punkte ergänzen den Schlossbesuch um Bezüge zur Orts- und Gutsgeschichte.

Mit Sloupno ist außerdem eine Überlieferung zu Jan Amos Komenský verbunden. Er soll sich einige Zeit auf der Herrschaft Sloupno in einer Renaissancefestung verborgen haben, bevor er ins polnische Exil ging.

Cidlina und „Libernáč sloupenský“

Die Cidlina prägt Sloupno nicht nur als Flussname. In ihrem Bereich finden sich an beiden Ufern entlang ihrer gesamten Länge naturnahe Bereiche mit vielfältiger und seltener Flora und Fauna. Der Fluss ist ein Ausflugsziel für Abenteuerlustige und Naturliebhaber.

Auch ein regionales Detail aus der Kulturgeschichte passt in dieses Bild. Der 1894 angebaute Apfel trug den Namen „Libernáč sloupenský“. Er steht für eine konkrete lokale Besonderheit, die neben Schloss, Festung und Fluss eine weitere Facette von Sloupno sichtbar macht.

Ein vergangener Veranstaltungstermin

Wie Schloss Sloupno kulturell genutzt wurde, zeigt ein dokumentierter Termin aus der jüngeren Vergangenheit: Am 23. November 2025 umfasste „Vítání adventu“ eine Verkaufsausstellung mit Weihnachtsthema und ein Adventskonzert. Dieses Datum liegt in der Vergangenheit und ist daher kein Hinweis auf einen aktuellen Veranstaltungskalender; es veranschaulicht jedoch die Verbindung des Schlosses mit kulturellen Anlässen.

Weitere Orte derselben übergeordneten Destination

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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