Sediviny zwischen Dorfgeschichte und Adlergebirge
Sediviny zwischen Dorfgeschichte und Adlergebirge
Šediviny verbindet ein charakteristisches Dorfbild mit ungewöhnlichen Entdeckungen. Der Ort weist den für das Adlergebirge typischen Dorftyp mit verstreuter Bebauung auf; auch die Chaluppen liegen weiterhin verstreut an den Hängen. Die frühesten überlieferten Erwähnungen von Šediviny stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die verstreute Siedlungsstruktur prägt den Eindruck des Ortes stärker als eine geschlossene Ortsmitte.
Besonders markant ist die Kirche St. Josef. Sie wurde 1907 als direkte Erweiterung einer früheren Kapelle errichtet und ist ein Jugendstilbau, dessen Außenhülle gebrannte Verblendziegel mit lokalem Gabbro verbindet. Der Bau von 1907 bildet damit eine jüngere historische Schicht neben den frühesten überlieferten Erwähnungen von Šediviny aus dem 16. Jahrhundert. Zugleich ist sie ein prägendes Element der Landschaft von Šediviny. Einige ehemalige Bauernhöfe sind noch an Gruppen alter Linden und an Mauerresten erkennbar. Auf Wiesen nahe ehemaliger Häuser wächst weiterhin die ursprünglich aus den Alpen stammende, nach Anis duftende Pflanze Čechřice.
Am Weg durch Šediviny
Für die Orientierung zu Fuß treffen in Šediviny eine rote, eine gelbe und eine blaue Wanderwegmarkierung aufeinander. Die Šedivinská osmička ist eine etwa 12 Kilometer lange Wanderrunde durch den Ort. Auf dieser Route liegt Špičák bei etwa 8,4 Kilometern. Diese Länge bietet einen klaren Rahmen für die zeitliche Planung, während der Abschnitt am Berg einen späteren Punkt des Verlaufs markiert, ohne eine bestimmte Gehzeit oder Schwierigkeit vorauszusetzen.
Špičák liegt im weiteren regionalen Umfeld von Šediviny, ist 833 Meter hoch und prägt das nordwestliche Vorland des Adlergebirges. Für Radfahrer liegt die Kirche St. Josef an der Radroute 4243. Der Berg erweitert den Ortsbezug um einen Landschaftspunkt im regionalen Umfeld, während die Kirche an der Radroute 4243 einen konkreten Bezug für Radfahrer bietet.
Český Hobitín und die Šedivinská 11°
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist Český Hobitín in der Bergsiedlung Šediviny: ein kleines, von Tolkiens Welt inspiriertes Hobbitdorf, das Svatoslav Hofman auf einem Familiengrundstück entworfen und eigenhändig errichtet hat. Für Ihre konkrete Planung ist wichtig, dass unbefestigte Wege dort den Zugang mit Kinderwagen oder Rollstuhl erschweren. Die Verbindung aus Tolkiens Welt, eigener Gestaltung und handwerklicher Arbeit verleiht dem kleinen Dorf einen ungewöhnlichen Charakter. Der Ort verbindet damit eine fantasievolle Idee mit einem persönlichen Bauprojekt.
Die Veranstaltung Šedivinská 11° ist für die Jahre 2019, 2020, 2021 und 2022 dokumentiert. Bei diesem Rollski-Wettkampf verlief die Strecke auf einer 1.200 Meter langen lokalen Straße mit 130 Metern Höhenunterschied und endete an der Kirche St. Mit der Kirche St. Josef als Ziel erhält der Wettkampf außerdem einen klaren Ortsbezug.
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