Rohenice
Zum Ortscharakter von Rohenice gehören sakrale Kunst, Holzarchitektur und Landschaft. Die Filialkirche St. Johannes der Täufer stammt aus dem 14. Jahrhundert und bewahrt einen seltenen spätgotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1533. Außerhalb des Kirchenareals steht auf dem freien Platz vor der westlichen Hauptfassade ein hölzerner Glockenturm. Für eine Reise mit unterschiedlichen Interessen entsteht daraus eine abwechslungsreiche Ortsentdeckung: Sie können Baugeschichte, Kunst und ländlichen Charakter miteinander verbinden, ohne den Blick auf die Umgebung zu verlieren.
Kirche, Altar und Glockenturm
Die Kirche St. Johannes der Täufer ist der markanteste kulturelle Bezugspunkt von Rohenice. Ihr Alter reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück; im Inneren befindet sich der spätgotische Flügelaltar von 1533. Gerade der zeitliche Abstand zwischen Kirchenbau und Altar macht die Anlage zu einem Ort, an dem sich mehrere Epochen ablesen lassen. Der Glockenturm ergänzt dieses Ensemble, steht jedoch nicht innerhalb des Kirchenareals, sondern außerhalb auf dem freien Platz vor der westlichen Hauptfassade. Er wurde vor dem Jahr 1652 errichtet. Diese genaue räumliche Trennung gehört zum besonderen Bild des Ortes und sollte bei der eigenen Orientierung berücksichtigt werden.
Weitere Spuren ländlicher Kultur
Zu den sichtbaren Zeugnissen von Rohenice gehört außerdem ein erhaltenes eingeschossiges ländliches Holzhaus in Blockbauweise. Seine charakteristische Giebelgestaltung verweist auf eine traditionelle Bauform, die sich deutlich von den sakralen Gebäuden des Ortes unterscheidet. Ergänzt wird das Ortsbild durch eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1821 und ein steinernes Kreuz aus dem Jahr 1876. Wer mit Kindern reist, kann solche unterschiedlichen Formen gemeinsam entdecken: Kirche, Turm, Wohnhaus, Statue und Kreuz erzählen jeweils auf eigene Weise von Architektur, Glauben und dem früheren Dorfleben.
Hügel, Tal und markierte Landschaftselemente
Auch die Landschaft gibt Rohenice einen eigenen Charakter. Das Gelände wird von zwei Hügeln und einem dazwischenliegenden Tal geprägt. Am Rand des Katastergebiets liegt außerdem der Wald Žďár. Zum örtlichen Landschaftsbild gehören der Gemeindeteich, der als Biocentrum ausgewiesen ist, sowie ein Feuerlöschbecken, das als Badeplatz ausgewiesen ist. Diese Bezeichnungen sollten in ihrer konkreten Bedeutung erhalten bleiben: Sie dokumentieren die ausgewiesene Funktion der Orte, sagen jedoch nichts über zusätzliche Angebote oder eine allgemeine touristische Infrastruktur aus.
Radweg und regionale Festtradition
Für den 30. April 2026 war die feierliche Eröffnung des Radwegs Rohenice–České Meziříčí angekündigt. Da dieses Datum inzwischen vergangen ist, lässt sich daraus kein aktueller Betriebsstatus ableiten. Auch die Festtradition ist überliefert: Beim Rohenické posvícení wurde ein Festmenü mit Ente, Schnitzel mit Kartoffelsalat, Pavlišov und Svíčková mit Rahmsoße angeboten. Diese Gerichte geben dem Ort neben seinen Bau- und Landschaftsmerkmalen eine kulinarische Facette.
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