Martínkovice: Broumovsko und barocke Kultur
Martínkovice verbindet geschützte Landschaft mit sakraler Baugeschichte. Die Landschaft umfasst das Landschaftsschutzgebiet Broumovsko, Berge in der Umgebung und Tonschiefer auf Hoprich; die Ortsgeschichte reicht von Kirchen bis zur Kapelle. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt in Tschechien Natur und Kultur miteinander verbinden möchten, finden Sie hier markante Berge, barocke Kirchen, eine Kapelle am Fuß der Broumovské stěny und weitere Ziele im regionalen Umfeld.
Diese Ordnung unterstützt die eigene Auswahl, ohne eine bestimmte Reihenfolge, Aktivität oder Tagesgestaltung vorzugeben. Zugleich bleiben Natur, Kunst und Geschichte als getrennte, aber kombinierbare Schwerpunkte erkennbar.
Landschaft im Broumovsko
Das gesamte Gebiet von Martínkovice liegt im Landschaftsschutzgebiet Broumovsko. Der Berg Velká kupa befindet sich in der näheren Umgebung von Martínkovice; die Berge Supí Hnízdo, Signal und Špičák liegen in der Umgebung des Ortes.
Auch ein geologisches Detail macht die Umgebung besonders: Auf Hoprich kommt permischer rotbrauner Tonschiefer vor, der stellenweise in eine graue Färbung übergeht. Für Sie entsteht damit ein konkreter Blick auf den Untergrund der Landschaft, der die Naturbeobachtung um eine geologische Besonderheit ergänzt.
Kirchen und barocke Baugeschichte
Die Kirche St. Georg und St. Martin ist ein bedeutender ländlicher frühbarocker Kirchenbau aus dem späten 17. Jahrhundert in Böhmen. Die heutige Kirche wurde 1692–1698 nach einem Entwurf von Martin Allio errichtet und bewahrt einen 1650 hinzugefügten gemauerten Turm. Der Turm gehört damit zu einer älteren Bauphase als das heutige Kirchengebäude.
Als geschütztes Kulturdenkmal unter der Nummer 36001/6-1802 ist die Kirche Unserer Lieben Frau, St. Georg und St. Martin mit ihrem Pfarrhaus eingetragen. Die barocke Anlage des Pfarrhofs neben der Kirche umfasst das Pfarrhaus und drei Wirtschaftsgebäude; das heutige Pfarrhaus entstand zwischen 1692 und 1698. So lässt sich die Ortsgeschichte nicht nur an einem einzelnen Bau, sondern an einem zusammengehörigen baulichen Ensemble nachvollziehen.
Kapelle St. Anna und Kreuzweg
Am anderen Ende von Martínkovice steht am Fuß der Broumovské stěny die Kapelle St. Anna aus dem Jahr 1798. Im Inneren befinden sich ein Gemälde der Krönung der Jungfrau Maria und ein Rokokoaltar der Vierzehn heiligen Nothelfer. Nahe der Kapelle besitzt der zweite Kreuzweg alle vierzehn erhaltenen steinernen Stationen. Innenausstattung und Kreuzweg ergänzen sich dabei als unterschiedliche Bestandteile desselben sakralen Ortes. Damit treffen an diesem Ort Baugeschichte, religiöse Kunst und ein vollständig erhaltenes Wegmotiv aufeinander.
Orientierung im Ort
In Martínkovice gibt es fünf Bushaltestellen: Chmelnice, letiště Aeroklubu Broumov, pod lesem, rozc. und váha. Für die weitere Recherche können Sie außerdem Zaloňov, Suchý Důl, Chlivce, Mezilečí, Lhota Pod Hořičkami, Rožnov, Rychnovek und Vršovka ansehen.
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