Holín im Český ráj

Holín verbindet die markante Landschaft der Prachovské skály mit Kultur, Archäologie und gut unterschiedlichen Wegen durch den Český ráj. Das gesamte Gemeindegebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet Český ráj. Die Prachovské skály wurden 1933 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und prägen die Auswahl zwischen Naturerlebnis, historischen Spuren und Ausflügen mit Kindern. Wer eine Unterkunft in Holín sucht, findet damit einen Ort, an dem sich mehrere sehr verschiedene Reiseideen verbinden lassen.

Felsen, Wege und Aussicht

Durch die Prachovské skály führt ein 5 Kilometer langer Lehrpfad, der nicht für Kinderwagen geeignet ist. Für Familien mit Kinderwagen ist die Pelíškova dětská naučná stezka eine andere Option: Der 1 Kilometer lange Rundweg verläuft um das Wasserbecken Pelíšek und ist auch für Kinderwagen geeignet. Eine weitere barrierefreie touristische Route durch die Prachovské skály beginnt und endet am Parkplatz Prachov in Holín-Prachov.

Die Aussichtspunkte Vyhlídka Míru und Vyhlídka Českého ráje bieten Ausblicke auf die Prachovské skály, die Ruinen der Burg Trosky und den Ještěd. Auch die 26,5 Kilometer lange Rundstrecke der Zlatá stezka Českého ráje setzt einen klaren Schwerpunkt auf Bewegung und Landschaft. Sie verläuft über Jičín, Holín, Prachov, Horní Lochov, Brada und Kbelnice. Hinter Holín bietet der Teich Čistý in Richtung der Prachovské skály außerdem eine Möglichkeit zum Baden.

Museum, Burgen und Spuren der Vergangenheit

Das Muzeum přírody Český ráj in Holín, Prachov 37, bietet eine Dauerausstellung über die Natur und Geschichte der Prachovské skály, des Český ráj und der Region Jičín. Zum Museumsgarten gehören ein kleiner botanischer Garten, Tiergehege, Außenterrarien, Teiche, ein Insektenhotel, ein Käferbiotop und die Pelíšková zahrádka. Jährlich veranstaltet das Museum den Žabí běh, Exkursionen zum Vogelgesang, ein Treffen von Amphibien- und Reptilienfreunden sowie weitere öffentliche Programme.

Das Hradiště Prachov ist als unbewegliches archäologisches Kulturdenkmal ausgewiesen. Dort finden sich Siedlungsspuren von der Jungsteinzeit und der Bronzezeit über die Latènezeit und die germanisch-römische Zeit bis ins frühe Mittelalter. Am nordwestlichen Rand der Prachovské skály liegen die Überreste der Burg Pařez, die auch Husí nůška hieß. Die Burg Pařez gab es bereits im Jahr 1370. In Holín sind außerdem ein Gehöft mit der Hausnummer 11 aus dem Jahr 1850 und eine Marienstatue aus dem Jahr 1867 erhalten.

Radweg, Bus und Klettertradition

Der Radweg Jičín–Holín verbindet den westlichen Teil von Jičín mit Holín und kann auch zu Fuß genutzt werden. Am Rand von Jičín unterquert er die Straße 35 durch eine Unterführung. Für die Anreise bedient die Buslinie 510 von Jičín die Haltestelle „Holín, Prachov, Skalní město“. Vom 30. April bis zum 30. September verbindet ein saisonaler touristischer Fahrradbus Jičín, Holín, Prachovské skály, Pařezská Lhota, Mladějov, Sobotka und Podkost.

Auch das Klettern gehört zur Geschichte der Prachovské skály. Die Tradition reicht bis ins Jahr 1907 zurück und wird dort bis heute als lebendige Tradition des Sandsteinkletterns ausgeübt. Das Klettern ist nur mit Zustimmung der Eigentümerfamilie Schlik und unter Einhaltung der geltenden Betriebs-, Kletter- und Naturschutzregeln erlaubt.

Holín als Ortsbild und Ausgangspunkt

Holín ist als Dorf entlang einer zentralen Straße angelegt. Diese wird von ländlichen Häusern mit größeren oder kleineren Wirtschaftsteilen sowie von Häusern städtischen Typs gesäumt. Das Ortsbild ergänzt die Natur- und Kulturziele um einen eigenen baulichen Charakter. Für weitere Ortsvergleiche und die Suche nach einer passenden Unterkunft können Sie auch Kopidlno, Ubislavice, Vršce, Sběř, Sedliště, Sobotka, Chomutice und Meziluzi ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.

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