Choustníkovo Hradiště: Kirche, Burgstätte und Radroute
Choustníkovo Hradiště gehört zu den Orten, an denen Sie Kulturgeschichte und Radfahren in einem Aufenthalt verbinden können. Im Ort treffen eine barocke Kirche, eine archäologische Burgstätte, Erinnerungen an Graf Franz Anton Sporck und eine ausgeschilderte regionale Radroute aufeinander. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie deshalb zwischen einem kulturgeschichtlich geprägten Aufenthalt und einer Reise mit stärkerem Fokus auf die Radverbindungen abwägen.
Kirche, Burgstätte und Sporck-Erbe
Die barocke Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes wurde von 1760 bis 1770 nach einem Entwurf des Baumeisters und Architekten Leopolda Niederöckers errichtet und am 14. Oktober 1770 geweiht. Unter dem Turm befindet sich eine Gruft, in der unter anderem Ordensschwestern aus dem ehemaligen Kloster und örtliche Pfarrer bestattet sind. Die Kirche verbindet damit ihre barocke Entstehungszeit mit einem Ort des lokalen Totengedenkens. Für kulturhistorisch interessierte Besucher verbinden sich an diesem Ort Architektur, Weihe und die Gruft unter dem Turm.
Die archäologische Burgstätte Choustníkovo Hradiště weist einen dreiteiligen Grundriss vom Typ Bergfriedburg auf. Die Burg wurde strategisch günstig auf einem hohen Felssporn errichtet; an dieser Stelle hatte zuvor ein altslawischer Burgwall gestanden. Erbaut wurde sie Anfang des 14. Jahrhunderts; später trug sie den Namen Palackým Choustníkovo Hradiště. Der hohe Felssporn prägt den räumlichen Zusammenhang zwischen älterem Burgwall und mittelalterlicher Befestigung.
Im Park vor dem ehemaligen Hotel Sporck steht auf einem hohen Sockel eine Büste des Grafen Franz Anton Sporck. Vom Hotel ist heute nur noch ein verfallender Gebäuderest erhalten. Das Sporck-Büstenmonument wurde am 7. Juli 1901 enthüllt. Heute zeigt das Sporck-Denkmal eine Kopie der Büste; das Original befindet sich im Zeremoniensaal des Gemeindeamts in Choustníkovo Hradiště. Die heutige Kopie am Denkmal und das Original im Gemeindeamt bilden somit zwei getrennte Orte innerhalb der lokalen Erinnerung. Wenn Sie Kulturdenkmäler nicht nur nach ihrem Alter, sondern auch nach ihrer wechselnden Gestalt betrachten möchten, bietet dieser Ort ein besonders konkretes Beispiel.
Radroute und Gedenkort
Die ausgeschilderte regionale Radroute 4098 erreicht Choustníkovo Hradiště am Kilometer 15 ab Ratibořice. Von Choustníkovo Hradiště führt sie über die Radroute 4097 weiter nach Stanovice, wo sie an die Route 24 und den Elberadweg (Labská stezka) angebunden ist. Für Radfahrende lässt sich die Verbindung in Abschnitte gliedern: von Ratibořice nach Choustníkovo Hradiště, weiter über Stanovice und schließlich zu Route 24 und dem Elberadweg (Labská stezka).
Am Grab der Opfer des Todesmarsches in Choustníkovo Hradiště findet seit 2003 jedes Jahr im Mai eine Gedenkzeremonie statt. Dieser Termin ergänzt die historischen Bauwerke um eine jährlich wiederkehrende Form des Gedenkens.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie Ihre Reiseplanung über Choustníkovo Hradiště hinaus fortsetzen möchten, können Sie auch folgende Orte aufrufen: Klášterská Lhota, Velké Svatoňovice, Čermná v Krkonoších, Markousovice, Dolní Brusnice, Libotov, Nemojov U Dvora Králové Nad Labem und Horni Olesnice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Trutnov.
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