Budčeves

Naturraum mit ungewöhnlichen Ortsgeschichten

Budčeves verbindet einen wertvollen Naturraum mit gut greifbaren Spuren der Ortsgeschichte. Wenn Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels Naturbeobachtung und historische Entdeckungen miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Ansatzpunkte: den Teich Rybník Kojetín, die Landschaft von Perna, eine kreisförmige Ortsanlage und einzelne Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten.

Rybník Kojetín und die Schutzgebiete

Der Teich Rybník Kojetín ist insbesondere für Wasservögel und Amphibien ein wertvoller Lebensraum. Er ist Teil des gleichnamigen Naturdenkmals und des Natura-2000-Vogelschutzgebiets Rožďalovické rybníky (CZ20211010). Außerdem gilt der Teich als bedeutendes ornithologisches Gebiet. Das Vogelschutzgebiet schützt Populationen der Rohrweihe (Circus aeruginosus) und des Kranichs (Grus grus) sowie deren Lebensräume. Zu diesem Schutzgebiet gehören die Katastergebiete Budčeves und Nečas. Damit reicht der geschützte Raum über den einzelnen Teich hinaus und schließt Flächen in zwei Katastergebieten ein.

Ein weiterer Naturraum ist Perna. Das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung umfasst die Katastergebiete Běchary, Budčeves und Nečas. Zu den Bestandteilen gehören extensiv gemähte Wiesen des Flachlands bis in die Vorgebirgsbereiche sowie ein sehr gut erhaltener Komplex herzynischer Eichen-Hainbuchenwälder. Perna vereint dadurch offene Wiesenflächen mit geschlossenem Wald. Der Wald Perna gilt als Begräbnisstätte der Vorfahren aus alter Zeit. Er gilt außerdem als möglicher heiliger Hain; sein Name soll auf den slawischen Gott Perun zurückgehen.

Ortsanlage und historische Zeugnisse

Budčeves weist eine kreisförmige Ortsanlage auf, die mit seinem alten tschechischen Ursprung in Verbindung gebracht wird. Auch der Ortsname verweist auf die Vergangenheit: Budčeves leitet sich vom ursprünglichen Besitzer der Festung und des Gutshofs ab, der Budka oder Budče hieß. Die Festung Turyně verschwand später durch den Bau eines Wirtschaftsgebäudes, das als Kuhstall genutzt wurde. Auf dem Feld Pobočník befand sich früher ein ausgedehnter Teich. Die Festung selbst ist damit nicht erhalten; an ihre Stelle trat ein Wirtschaftsgebäude.

Zu den markanten Einzelzeugnissen zählt die Statue der Unbefleckten Empfängnis Mariens auf dem Dorfanger von Budčeves an der Durchgangsstraße in Richtung Kopidlno. Das spätbarocke Kunstwerk stammt von einem unbekannten Bildhauer. Die Bildungsgeschichte des Ortes lässt sich ebenfalls konkret datieren: Die Schule in Budčeves wurde 1819 gegründet, und das Schulgebäude diente bis 1977 als Schule. Zwischen Gründung und Ende des Schulbetriebs liegen damit mehr als anderthalb Jahrhunderte. Die Siedlung Nečas wiederum wurde 1780 auf einem trockengelegten Teich gegründet.

Anreise und weitere Entdeckungen

Budčeves verfügt über eine Haltestelle, die von der Buslinie 585 bedient wird. Damit gibt es neben den Natur- und Geschichtsspuren auch einen konkreten Anknüpfungspunkt für die Anreise.

Weitere Orte, die Sie in derselben Auswahl entdecken können, sind Sběř, Kostelec, Rohoznice, Choteč, Češov, Brada-Rybníček, Osek und Sekeřice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.

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