Bolehošť entdecken
Bolehošť verbindet eine waldreiche Umgebung mit bemerkenswerten Spuren der Ortsgeschichte, Radwegen und einer eigenen kulinarischen Tradition. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt in Tschechien einen Ort nach Kultur, Landschaft und regionalem Charakter auswählen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: historische Gebäude, kleine Erinnerungsorte, Wege durch die Umgebung und Bolehošťské zelí, das seit Jahrhunderten angebaut und zu Sauerkraut verarbeitet wird.
Wälder, Naturschutzgebiet und Orientierung im Ort
Bolehošť ist auf drei Seiten von ausgedehnten Wäldern umgeben. In der näheren Umgebung liegt außerdem das Naturschutzgebiet Chropotínský háj. Es schützt einen Restbestand eines Auwaldes mit artenreicher Vegetation und ergänzt damit den stärker kulturgeschichtlich geprägten Ortsrundgang um einen Naturraum.
Eine erste Orientierung bietet der kleine Park im Zentrum. Dort steht ein touristischer Pavillon mit einer Karte zur Verfügung. Für einen Spaziergang durch Bolehošť lassen sich mehrere konkrete Ziele miteinander verbinden: das Denkmal für die Opfer des Weltkriegs, ein christliches Kreuz und die ehemalige evangelische Schule. Die ehemalige Schule und die weiteren Ziele gehören zu den historischen Spuren im Ortsbild.
Zvonička und die Geschichte von Bolehošť
Ein besonderer Bezugspunkt ist die steinerne Zvonička. Sie wurde 2004 anlässlich des 610. Jahrestags der ersten Erwähnung der Gemeinde errichtet. In der Zvonička befindet sich eine historische Glocke, die 1644 in Hradec Králové von Martin Exner gegossen wurde. Auch die wiederbelebte Tradition des Läutens wird dort bewahrt: Jeden Sonntagmittag wird sie gepflegt.
Bolehošť und Bolehošťská Lhota blicken auf eine Geschichte zurück, deren erste erhaltene schriftliche Erwähnung aus dem Jahr 1394 stammt. Für die Ortsgeschichte ist außerdem das Schloss in Bolehošťská Lhota interessant, das um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert erbaut wurde. So lässt sich die historische Entwicklung nicht nur an einem einzelnen Bauwerk, sondern an mehreren historischen Orten und Zeitpunkten nachvollziehen.
Lovecký zámeček und Wege für Radfahrer
Das Lovecký zámeček wurde um 1700 von Jeroným Colloredo, dem Besitzer der Herrschaft Opočno, erbaut. Es entstand für den Aufenthalt von Jägern, die sich dort ausruhen, essen und gelegentlich übernachten konnten. Heute ist es als markantes Wahrzeichen von Bolehošť beschrieben und liegt auf einer Anhöhe über dem Dorf. Am Lovecký zámeček beginnt eine Lindenallee, die sich in südöstlicher Richtung bis zum Wald Klabák erstreckt.
Durch Bolehošť führen mehrere Radwege. Sie verbinden den Ort mit Třebechovice pod Orebem, Týniště nad Orlicí und Opočno. Damit können Sie bei der Auswahl Ihrer Tagesgestaltung zwischen historischen Zielen im Ort und Ausflügen auf dem Fahrrad unterscheiden, ohne die Ortsgeschichte und die Landschaft getrennt voneinander betrachten zu müssen.
Sauerkraut als regionale Tradition
Zum eigenständigen Charakter von Bolehošť gehört auch Bolehošťské zelí. Der Anbau dieses Kohls und seine Verarbeitung zu Sauerkraut haben im Ort eine jahrhundertealte Tradition. In der Zelárna von Bolehošť wird ganzjährig Sauerkraut verkauft. Diese Verbindung aus landwirtschaftlicher Geschichte und ganzjährigem Verkauf gibt der Ortsbesichtigung neben Bauwerken, Wald und Radwegen ein kulinarisches Thema.
Für die regionale Anbindung verkehren Busverbindungen von Bolehošť in Richtung Týniště nad Orlicí und Opočno. Auf der Strecke Týniště nad Orlicí–Náchod verkehren Züge. Ergänzend können Sie für Ihre weitere Auswahl auch Hřibiny-Ledská, Vamberk, Žďár Nad Orlicí, Rícky V Orlických Horách, Trnov U Dobrusky, Třebešov, Krchleby U Kostelce Nad Orlicí und Častolovice betrachten.
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